Neue Leiterinnen für zwei Schulen. Volksschule Oberpetersdorf wird von Neuer Mittelschule Kobersdorf mitbetreut, die Volksschule Mannersdorf von Rattersdorf.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. August 2018 (05:50)
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Symbolbild

Nach neun Wochen Ferien beginnt kommenden Montag für rund 32.000 burgenländische Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr. Überhaupt das erste Mal die Schulbank drücken werden 2.687 Taferlklassler – in etwa gleich viel wie im vergangenen Schuljahr. 924 Schulanfänger werden burgenlandweit an den AHS (Allgemeinbildenden Höheren Schulen), 2.128 an den BMHS (Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen) gezählt (alle Zahlen mit Stand 23. August 2018).

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Schülerzahlen. Im Bezirk gibt es elf Taferlklassler weniger als vergangenes Jahr. Auch im Land gibt es heuer weniger Schulanfänger (Stand 23. August).

Im Bezirk werden 318 Taferlklassler mit der Schule beginnen, das sind um elf weniger als im Vorjahr. „Das ist eine Tendenz, die sich im Bezirk und im Süden immer mehr breitmacht. Wir haben hier Probleme in der Peripherie. Es findet eine Urbanisierung statt“, so Pflichtschulinspektor Alfred Lehner, der für die Bezirke Oberpullendorf und Oberwart zuständig ist. Er führt auch aus, dass es bei den Schulleitern zu Änderungen kommt.

Mit dem neuen Schuljahr wird die Leiterin der Neuen Mittelschule Kobersdorf, Carina Werba, auch die Volksschule Oberpetersdorf mitbetreuen. Die Leiterin der Volksschule Rattersdorf, Tanja Hofer, wird die Volksschule Mannersdorf mitbetreuen. „Diese Art der Mitbetreuung ist nur möglich, wenn man in den nächsten Jahren eine Clusterlösung anstrebt“, führt Lehner weiter aus.

„Cluster kann die Zukunft werden“

Den ersten Schulcluster Österreichs gab es laut Landesschulrat bereits im vergangenen Schuljahr im Bezirk Neusiedl, nun sollen weitere dazukommen. Die Standorte dafür sind Frauenkirchen, Andau, Illmitz und Lockenhaus. Dabei werden die Neuen Mittel-beziehungsweise Volksschulen von Bernstein und Lockenhaus „verclustert“ und bekommen eine gemeinsame Leitung.

„Es kann ein Modell werden, das die Zukunft bestimmt. Es gibt auch viele Anfragen von Kommunalpolitikern“, ist Lehner überzeugt. Die Pilot-Cluster sind auf vier Jahre angelegt. In Lockenhaus hat man die Planungen hinter sich und befindet sich im dritten Projektjahr. „Innerhalb von drei Jahren muss auch die Leitung des Clusters ausgeschrieben werden“, erklärt der Pflichtschulinspektor.

Bildungsdirektion startet mit Jänner

Im neuen Schuljahr wird nicht nur – offiziell mit 1. Jänner 2019 – die Bildungsdirektion Burgenland den Landesschulrat ersetzen (die BVZ berichtete), es kommt auch zu weiteren Änderungen.

So starten etwa bundesweit die viel diskutierten Deutschklassen – im Burgenland wird es drei geben, nämlich in Eisenstadt, Neudörfl und Oberwart. Schul-Stilllegungen soll es „nach derzeitigem Stand“ keine geben, heißt es auf Anfrage aus dem Landesschulrat.