Noroviren-Verdacht in Volksschule Kobersdorf. Die Volksschule Kobersdorf wurde wegen Noroviren-Verdacht geschlossen. Die Desinfektion des Schulgebäudes und Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung wurden veranlasst.

Von Redaktion BVZ.at. Erstellt am 17. Juni 2020 (18:16)
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In der Volksschule der Gemeinde Kobersdorf gibt es einen Verdacht auf Noroviren. Mehrere Kinder sind an Brechdurchfall erkrankt. Die Schule wurde bis Ende der Woche geschlossen und eine umfassende Desinfektion des Schulgebäudes beauftragt. Präventiv wurde von der Landessanitätsdirektion eine COVID 19-Beprobung aller Schülerinnen und Schüler sowie des Schulpersonals behördlich angeordnet. In der Volksschule werden 58 Kinder unterrichtet.

Die wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung bzw. Übertragung der Viren sind die Isolierung aller Erkrankten zu Hause sowie die Desinfektion sämtlicher Räumlichkeiten. Nach Abschluss der Desinfektionsarbeiten kann der Betrieb der Schule wieder aufgenommen werden.

Die Gesundheit der Kinder habe höchste Priorität, betont Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz. Dabei achte man auf das richtige Maß an gesundheitlichen und pädagogischen Aspekten.

Bei Noroviren handelt es sich um eine Virusinfektion, die weltweit vorkommt. Die Erkrankung führt zu einer Entzündung des Magen-Darm-Traktes und ist durch das Einsetzen von schwallartigem Erbrechen und Durchfall, begleitet von Bauchschmerzen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Erschöpfung gekennzeichnet.

Die Ansteckung erfolgt direkt von Mensch zu Mensch, in vielen Fällen jedoch auch über verunreinigte Gegenstände, insbesondere Toilettenbrillen, Handtücher, Seifenspender und Türklinken. Auf diesem Wege können Noroviren innerhalb weniger Stunden Familien, Schulen, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen befallen.

Da es keine Schutzimpfung gegen das Norovirus gibt, bilden strikte Hygienemaßnahmen den wichtigsten und wirksamsten Schutz vor einer Ansteckung. Generell gilt eine sorgfältige Händehygiene (häufiges Händewaschen mit Seife) als unumgänglich. Betroffene sind zu isolieren und die Zufuhr ausreichender Flüssigkeit ist ganz besonders wichtig. Die Erkrankung hält ca. zwei Tage an. Nach Abklingen der Symptome sollte man noch weitere zwei Tage zu Hause bleiben, um eine Weiterverbreitung zu vermeiden.