Raus in die Natur: „Auszeit“ vom Lockdown. Auch direkt vor der Haustür im Bezirk Oberpullendorf bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für den Corona-Bestimmungen gerechte Kurz-Ausflüge.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 14. November 2020 (04:55)
Römische Bernsteinstraße. Noch vor dem Lockdown führte Historiker Ossi Gruber für die Pädagogische Hochschule dort eine Exkursion, die von den Lehrenden Ute Leonhard und Herbert Brettl organisiert worden war. Mit dabei Hans Artner, Obmann vom Verein zur Erhaltung der Römischen Bernsteinstraße.
zVg

Eine gemeinsame Kaffehausrunde mit Freunden, ein Kinobesuch mit dem Partner, ein Ausflug in den Zoo mit der Familie, etc.: Vieles was sonst die freie Zeit versüßt, ist derzeit aufgrund des Lockdowns leider nicht möglich. Die herrliche Natur vor unserer Haustür bietet aber dennoch zahlreiche Möglichkeiten, für eine den Corona-Regeln entsprechende ganz individuelle entspannte „Auszeit“. Die BVZ hat einige Ideen für schöne Stunden allein, zu zweit oder als Familie zusammengetragen.

Naturerlebnisweg Alter Mühlbach in Lutzmannsburg

Der Naturerlebnisweg Alter Mühlbach ist als 6,5 Kilometer langer Rundweg in das bestehende Fuß- und Radwegnetz eingebunden und bietet Einblicke in die Natur, Kultur, Lebensweise und Identität von Lutzmannsburg und der gesamten Region. Mit zwölf Erlebnisstationen zu den Schwerpunkten Wasser, Sonne, Wein & Kulturlandschaft lädt der Naturerlebnisweg Alter Mühlbach zum Spielen und Erleben sowie zum Entspannen und Naturgenießen ein. Er ist für Familien mit (Klein-)Kindern und ältere Menschen ebenso geeignet wie für Laufbegeisterte und sportliche Wanderer. Die abwechslungsreiche Wegstrecke wurde sanft in die Natur eingebunden und führt auf zum Teil neu angelegten, gut begehbaren und barrierefreien Schotter- und Asphaltwegen sowohl am Mühlbach und an der Rabnitz entlang als auch durch die vielfältige Kulturlandschaft von Lutzmannsburg mit Wein, Obstbäumen, Getreide und Feldfrüchten sowie Wildkräutern und Wiesen.

Margarethenwarte und Walderlebnisweg in Lockenhaus

Die 31 Meter hohe Margarethenwarte bietet bei guter Sicht einen Ausblick über Wechsel, die Bucklige Welt, Rax, Schneeberg und das Wiener Becken bis zum Neusiedler See. Von der Margarethenwarte ist auch der Walderlebnisweg gut erreichbar, wo man mehr über Bäume und Tierwelt erfahren kann. Insgesamt stehen übrigens rund 500 Kilometer markierte Wanderwege im Naturpark Geschriebenstein zur Verfügung.

Blaufränkischweg in Horitschon

Ausgehend von der Vinothek führt der Weg durch die besten Weinbaulagen von Horitschon und gibt auf Tafeln Infromationen zum Thema Wein. Ein Highlight ist der „Blaufränkischblick“, eine Aussichtstreppe.

Zum Hexenstein in Kaisersdorf

Eine besondere Felsformation, den „Hexenstein“, findet man im Wald bei Kaisersdorf. Vom Parkplatz beim Erlebnisbad muss man rechts der Straße folgen, die in einer Forststraße mündet. Etwa einen Kilometer nach dem Waldrand geht rechts eine Forststraße ab, in die man einbiegen muss. Nach etwa 300 Metern sind die Quarzit-Steine links vom Weg zu sehen. Diese haben die gleichen Eigenschaften wie Feuerstein – wenn man zwei aneinanderschlägt kann man Brandgeruch wahrnehmen.

Weinsteinweg in Neckenmarkt

Ausgehend von der Ortsvinothek kann man auf einem Rundweg, teilweise auf den Spuren der römischen Bernsteinstraße, Wissenswertes zum Thema Wein erfahren.

Liszt Pfad und Erlebnisweg

Im Ortskern von Raiding wird an acht abwechslungsreichen Stationen Wissenswertes über das faszinierende Leben von Franz Liszt, über seine Kompositionen und Virtuosität vermittelt. Highlights sind ein überdimensionales Klavier und die Szenen über die „Lisztomanie“.

Kastanienriesen in Liebing

In Liebing stehen mehrere zirka 350 Jahre alte Kastanienbäume mit bis zu 10 Meter Umfang. Wissenschafter haben die Gegend um diese Baumriesen vor mehreren Jahren wissenschaftlich untersucht und als Kraftfeld ausgewiesen. Der Kastanienhain wurde 2013 in den Alpannonia-Weitwanderweg eingebunden.

Römische Bernsteinstraße

Der historische Handels- und Verkehrsweg wurde zum Wanderweg und Radwanderweg ausgebaut und Schautafeln zu den wichtigen Themen der römischen Geschichte wurden aufgestellt. Bei Frankenau führt er über die Staatsgrenze in den Bezirk, überquert bei der 2008 neu entdeckten römischen Siedlung den Stooberbach Richtung Strebersdorf (Siedlung und vier Militärlager) und führt zum Großmutschener Urbarialwald, wo die Bernsteinstraße als Dammstraße seit 1931 unter Denkmalschutz steht. Sie verläuft weiter über Nebersdorf (Römischer Wachturm, spätneolithische Siedlung), Großwarasdorf nach Raiding und biegt in einem scharfen Knick nach Osten Richtung Horitschon ab, bevor sie weiter über Neckenmarkt zur ungarischen Grenze bei Harkau gelangt. Noch heute ist die antike Straßentrasse im Gelände deutlich sichtbar.