Rotes Kreuz sucht für April nach Zivis. Bei der Oberpullendorfer Bezirksstelle könnte man noch einige Zivildiener aufnehmen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 24. Januar 2018 (09:51)
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Begrüßung der Zivis im August: Marcel Art, Nikolaus Draxler, Markus Eder, Julian Koller und Arber Thaqui sind seit dem Sommer beim Roten Kreuz Oberpullendorf tätig. Sie wurden von Bezirkssekretär Erwin Rathmanner, Dienstführendem Mario Hofer, Bezirksstellenleiter Franz Stifter und Freiwilligendkoordinator Bernhard Trummer willkommen geheißen.
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Für den Einrücktermin für Zivildiener am 1. April ist beim Oberpullendorfer Roten Kreuz bisher nur ein Interessent vorgemerkt. Sechs Plätze wären zu vergeben. „Generell ist der April-Termin ein bisschen schwierig, da er nicht mit den Studienbeginnzeiten kompatibel ist“, so Mario Hofer, Dienstführender beim Roten Kreuz Oberpullendorf. Vier bis fünf Zivis haben sich eigentlich immer gefunden, so Hofer weiter.

Freiwilliges Soziales Jahr beim Roten Kreuz

„Es ist heuer ein ganz besonderes Problem, das wir sonst nicht in dieser Größenordnung haben. Wenn jemand Interesse daran hat, im April mit dem Zivildienst bei uns zu beginnen, dann kann er bei der Dienststelle vorbeikommen oder einen Termin vereinbaren. Es wäre schon schön, wenn sich noch Zivildiener finden würden“, führt Mario Hofer weiter aus. Beim Roten Kreuz gibt es auch die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren.

Beim Arbeitersamariterbund ist der Apriltermin im Bezirk bereits voll. „Es sieht sogar schon für Juli gut aus. Fast alle Zivildienststellen für heuer sind schon vergeben“, so Daniel Unger, Rettungsdienstleiter des Arbeitersamariterbundes im Burgenland. Der Apriltermin sei an sich immer schwächer gewesen, beliebter seien die Herbsttermine, führt Unger weiter aus. Der Arbeitersamariterbund hat in Weppersdorf im Jahr 17 Zivildienerstellen, verteilt auf fünf Einrücktermine, zu vergeben. Einsatzgebiete sind im Rettungsdienst, bei Krankentransporten sowie bei Katastropheneinsätzen. „Es sind insgesamt geburtenschwächere Jahrgänge, und auch das Bundesheer dürfte für junge Männer attraktiver werden“, meint Unger.

Im Krankenhaus Oberpullendorf gibt es sechs Stellen für Zivildiener. „Wir sind voraussichtlich voll und haben im April kein Problem“, so Pflegedirektorin Bettina Schmidt, die auch für die Zivildienstleistenden zuständig ist.

Auch bei der Caritas gibt es derzeit kein Problem mit dem April-Termin. Im Bezirk hat die Caritas fünf Stellen für Zivildiener, drei im Haus Lisa in Deutschkreutz und zwei im Haus St. Stephan in Oberpullendorf. „Im Mittelburgenland besteht derzeit kein Bedarf“, so Caritas-Pressesprecherin Ulli Kempf. Manchmal brauche man aber bei anspruchsvolleren Tätigkeiten etwas länger, um Zivildiener zu finden.