Taxifahrer als Schlepper benutzt?. Drei Taxifahrer waren ins Mittelburgenland bestellt worden. Wie sich erst später herausstellte, handelte es sich bei den zu transportierenden Personen um Flüchtlinge.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 12. März 2021 (02:34)
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APA (dpa/Symbolbild)

In den vergangenen sieben Tagen ist es im Bezirk entlang der ungarischen Grenze erneut zu zwölf Flüchtlingsaufgriffen gekommen. Dieses Mal wurden insgesamt 45 Personen von der Polizei und dem Bundesheer an der illegalen Einreise nach Österreich gehindert.

Die Aufgriffe ereigneten sich dieses Mal in Deutschkreutz, Mannersdorf, Oberloisdorf und Nikitsch. Unter den aufgegriffenen Personen waren Staatsangehörige aus Syrien, Afghanistan, dem Libanon und Albanien. Darunter waren auch ein unbegleiteter 13-jähriger sowie eine Frau.

Der größte Aufgriff ereignete sich am vergangenen Sonntag zwischen Deutschkreutz und Nikitsch. Hier wurden neun Personen aus Syrien, darunter auch der 13-jährige Bursche, aufgegriffen.

Alle Flüchtlinge – bis auf einen Mann mit albanischer Staatsbürgerschaft – stellten einen Asylantrag und wurden in die Competence Centren Eisenstadt und Schattendorf gebracht. Der Albaner, der keinen Asylantrag stellen wollte, wurde von der Polizei wieder zurück nach Ungarn gewiesen.

Taxifahrer wegen Schlepperei angezeigt

Am Dienstag der Vorwoche wurde ein 40-jähriger Taxifahrer mit türkischer Staatsbürgerschaft, der in Niederösterreich wohnhaft ist, auf freiem Fuß wegen Schlepperei angezeigt, da er in Deutschkreutz angehalten wurde, als er vier Personen aus Syrien in seinem Taxi befördert hatte. Zwei Tage später ereignete sich in Mannersdorf ein ähnlicher Vorfall. Hier beförderte ein 60-jähriger Fahrer eines burgenländischen Taxiunternehmens vier Syrer. Auch jener Mann wurde wegen Schlepperei auf freiem Fuß angezeigt.

Am Montag kam es zum driten Vorfall dieser Art. Hier beförderte ein 39-jähriger Serbe, der in Niederösterreich wohnhaft ist, drei Syrer in seinem Taxi. Dieser Mann wurde ebenso angezeigt.

Warnung an Taxiunternehmen

Da sich Vorfälle wie diese nicht nur im Mittelburgenland häufen, gab die Polizei nun eine Warnmitteilung an die Wirtschaftkammer zur weiteren Kommunikation an die Taxiunternehmen hinaus. Es kommt nämlich immer häufiger vor, dass Taxiunternehmen einen Anruf via WhatsApp erhalten, der zumeist aus Deutschland stammt. Per Telefon werden die Taxis dann zu einem bestimmten Ort dirigiert, um dort Personen aufzunehmen. Die Zahlung soll laut Informationen am ausgemachten Zielort erfolgen, welcher in der Regel Wien ist.

Nehmen die Taxifahrer dann tatsächlich Personen in ihr Fahrzeug auf, welche illegal eingereist sind, dann werden sie laut Polizei – in den meisten Fällen auch unwissentlich – zu Schleppern.