Weinlese: „Wird guter Jahrgang“. Die frühen Sorten werden bereits geerntet, im Bezirk rechnet man mit durchschnittlichen Mengen, aber guter Qualität.

Erstellt am 27. September 2017 (11:11)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild
Shutterstock.com, Stefano Buttafoco

Die Weinernte im Mittelburgenland hat bereits begonnen. „Weißwein und die frühen Sorten wie Pinot Noir lesen wir schon“, führt etwa Günther Toth, Weinbauvereinsobmann in Lutzmannsburg, aus.

Viele Weinbauern haben eine Lesemaschine im Einsatz, da die Arbeiten dann rascher gehen, so Toth. Mengenmäßig werde man an das Vorjahr anschließen, die Qualität sehe gut aus, meint er. „Die Zuckergrade werden etwa bei 17 bis 19 liegen. Wir hoffen jetzt auf Wärme und Sonne, das würde die Grade noch steigern und noch einen Qualitätsschub bringen“, führt er weiter aus.

Blaufränkisch-Trauben reifen noch weiter

Auch sein Kollege Gerald Wieder aus Neckenmarkt hofft auf gutes Wetter in den kommenden Wochen. „Wir lassen die Blaufränkisch-Trauben noch etwas reifen, da wir noch die Möglichkeit haben. Und es ist schönes Wetter angesagt – die Sonne ist unser billigster Produzent“, erzählt er. In Neckenmarkt ist die Weißweinernte schon abgeschlossen, nun steht der Zweigelt auf dem Programm. „Beim Zweigelt können wir auch schon etwas über die Qualität sagen, diese passt. Es schaut nach einem guten Jahrgang aus“, führt er weiter aus.

Es habe zwar etwas Frost und Hagel gegeben, aber man sei mit der Erntemenge zufrieden. Mit etwas Spätfrost hatte man in Deutschkreutz ebenfalls zu kämpfen.

Klare Aufteilung. Blaufränkisch ist mit 55 Prozent die dominierende Sorte im Mittelburgenland. Im Vorjahr konnten 66.183 Hektoliter Rot- und 4.146 Hektoliter Weißwein geerntet werden.
Landwirtschaftliches Bezirksreferat; Illustration: Pro_Vector/Shutterstock.com; Grafik: Gastegger

„Das wird sich aber nicht auf die Gesamterntemengen auswirken. Wir erwarten eine normale, durchschnittliche Erntemenge“, meint Weinbauvereinsobmann Albert Gesellmann. Der Frost des Vorjahrs habe den Trauben nicht geschadet, die Stöcke sehen sehr gut aus. „Es schaut nach einem super gesunden, guten Jahrgang aus“, so Gesellmann. „Zugute kam uns das kalte Wetter, da es dadurch nicht zu Fäulnis kam.“

Auf den „Altweibersommer“ hofft man in Horitschon. „Beim Blaufränkisch hoffen wir darauf, dass wir dadurch noch richtig gute Qualitäten einfahren können“, so Weinbauvereinsobmann Michael Iby-Lehrner. Die Weinlese sei bereits voll im Gang, Frühsorten und Weißwein sind bereits eingebracht. Im Laufe der Woche wird wahrscheinlich mit der Blaufränkisch-Ernte begonnen, Anfang Oktober folgt die Hauptlese.

„Bedingt durch den Frost im Frühjahr und einem leichten Hagel im Sommer wird die Erntemenge leicht unterdurchschnittlich sein“, führt Iby-Lehrner aus. Die ersten Jungweine von Zweigelt würden sich aber sehr klar und fruchtbetont mit schöner gedeckter Farbe zeigen.