Zwei Taferln zu viel: Autokennzeichen gefälscht. Zwei professionell nachgemachte Autokennzeichen wurden am Fahrzeug eines Lenkers entdeckt.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 05. Oktober 2017 (05:00)
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Wegen des Vergehens der Fälschung besonders geschützter Urkunden musste sich ein 57-jähriger deutscher Staatsbürger vor Gericht verantworten, der sich häufig im Bezirk Oberpullendorf aufhält.

Im Besitz des Mannes stehen zwei Fahrzeuge, die auf Wechselkennzeichen angemeldet sind: Ein BMW und ein VW-Bus.

Einem Beamten der Landesverkehrsabteilung war im Mai 2017 aufgefallen, dass sich sowohl am BMW als auch am VW Bus inhaltlich idente Kennzeichentafeln befanden. Der BMW sei ihm von einem Vorfall im Jahr 2016 bekannt gewesen, als er das Auto schon einmal wegen eines Verkehrsdeliktes aufgehalten und festgestellt hatte, dass falsche Kennzeichen montiert waren.

Nummerntafeln waren professionelle Fälschung

Der Beamte fotografierte im Mai 2017 sorgfältig beide Fahrzeuge mit den identen Kennzeichen, konnte aber die Tafeln nicht abnehmen, weil er mit dem Motorrad unterwegs war.

Einige Tage später schritt ein Polizeibeamter aus dem Bezirk Oberpullendorf ein, und nahm die gefälschten Nummerntafeln ab. „Die Kennzeichen sahen aus wie originale Nummerntafeln“, berichtete der Polizist. Bei der kriminalpolizeilichen Untersuchung sei später eine „Totalfälschung“ festgestellt worden.

Vor Gericht bekannte sich der Autobesitzer nicht schuldig. Er wisse nicht, wer die gefälschten Nummerntafeln am VW-Bus montiert habe. Es müsse sich um eine „Intrige“ gegen ihn handeln.

Der Prozess wurde zur Einvernahme eines weiteren Zeugen vertagt.