Hunderte Katzen vor Leid bewahrt: Preis für Dörflerin. Die Dörflerin Bianca Heisinger wurde vom Ministerium für ihr Streunerkatzen-Kastrationsprojekt ausgezeichnet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Dezember 2018 (06:15)
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Bei der Tierschutz-Arbeit. Mit Lebendfallen fängt Bianca Heisinger die Katzen ein, um sie dann zum Tierarzt zu bringen.

Aus über 60 Bewerbungen für den Bundestierschutzpreis wurden von einer fachkundigen Jury drei Gewinner auserkoren – darunter Bianca Heisinger. Die 32-Jährige ist seit über drei Jahren im Tierschutz ehrenamtlich tätig.

Ihr Hauptaugenmerk richtet sich auf die Kastration von Streunerkatzen im Bezirk. Seit Beginn ihrer Tätigkeit vor drei Jahren hat Heisinger 600 Katzen eingefangen und kastrieren lassen, um eine weitere unkontrollierte Vermehrung und somit weiteres Tierleid zu verhindern. Allein 2017 konnten dank ihrer Hilfe 256 Katzen und Kater kastriert werden.

„Wer sich die Explosion der Katzenpopulation vor Augen hält, kann nachvollziehen, wie viel Elend und wie viele zusätzliche Katzenkinder durch unsere Arbeit jedes Jahr verhindert werden“Bianca Heisinger

„Katzen können zwei- bis drei Mal im Jahr werfen. Wir konnten 2017 137 Katzen kastrieren lassen. Wenn man drei Junge pro Wurf rechnet und das drei Mal im Jahr, wären dies hochgerechnet 1.233 Katzenbabys. Wer sich diese Explosion der Katzenpopulation vor Augen hält, kann nachvollziehen, wie viel Elend und wie viele zusätzliche Katzenkinder durch unsere Arbeit jedes Jahr verhindert werden“, erklärt Heisinger.

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Preisverleihung. Ministerin Beate Hartinger-Klein ehrte Bianca Heisinger.

Sie fängt herrenlose Katzen, die ihr von Gemeinden oder Anrainern gemeldet werden, mit Lebendfallen ein und bringt sie zum Tierarzt. Dort werden diese kastriert, medizinisch versorgt und anschließend wieder frei gelassen.

Der aktuelle Tierschutztarif beträgt 64 Euro je Katze und 32 Euro je Kater. „Größtenteils werden die Kosten beim Tierarzt von den Gemeinden getragen“, schildert Heisinger. Zusatzkosten für Medikamente wie Entwurmungstabletten, Antibiotika, etc. übernimmt sie selbst ebenso die Fahrt- und Spritkosten und die Anschaffung von Lebendfallen, Transportboxen, Futter, etc.

Um im Notfall etwaige Kosten decken zu können, investiert Heisinger zusätzlich Zeit in Flohmarktfahrten. „Ich freue mich sehr über diese Anerkennung. Ich habe hart dafür gearbeitet, das Katzenelend im Bezirk zu verringern und das ist mir gelungen“, ist Heisinger stolz über ihre Auszeichnung.