Kacsits und Hofer gehen in Deutschkreutz in Stichwahl

Erstellt am 04. Oktober 2022 | 17:11
Lesezeit: 3 Min
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Freuten sich über das Ergebnis. ÖVP-Spitzenkandidat Andreas Kacsits und Eva Heidenreich.
Foto: BVZ
Am 23. Oktober wird sich entscheiden, wer in Deutschkreutz Bürgermeister wird.
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In Deutschkreutz wird der Bürgermeister wenig überraschend erst nach einer Stichwahl am 23. Oktober feststehen. Nun ist aber fix, wer noch ins Rennen um den Bürgermeistersessel geht.

Der derzeit amtierende Bürgermeister Andreas Kacsits von der ÖVP erreichte 39,2 Prozent der Stimmen. Er wird gegen Jürgen Hofer von der SPÖ ins Rennen gehen, der 33,2 Prozent auf sich vereinen konnte.

Freude seitens ÖVP und SPÖ

„Es ist ein tolles Ergebnis mit knapp 40 Prozent, die Arbeit des letzten Jahres hat sich bezahlt gemacht. Wir werden nun weiter kämpfen, um bei der Stichwahl den Bürgermeister zu holen“, so Andreas Kacsits, der im September 2021 mehrheitlich vom Gemeinderat zum Bürgermeister gewählt wurde, in einem ersten Statement.

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In die Stichwahl geschafft. SPÖ-Spitzenkandidat Jürgen Hofer (2.v.l.) mit Jürgen Glöckl, Josef Kuzmits und Jan Müller.
Foto: BVZ

Jürgen Hofer meinte zum Wahlausgang: „Ich bin sehr erleichtert und erfreut, es als Quereinsteiger gegen den amtierenden Bürgermeister und einen langjährigen Bürgermeister in die Stichwahl geschafft zu haben und danke meinem Team für die sensationelle Arbeit in den vergangenen eineinhalb Jahren sowie auch meiner Familie für die Unterstützung.“

Kölly verlor 32,3 Prozent der Stimmen

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Muss Abschied nehmen vom Bürgermeistertraum. Manfred Kölly (LBL).
Foto: BVZ

Auf den langjährigen Deutschkreutzer Bürgermeister und LBL-Kandidat Manfred Kölly entfielen 27,7 Prozent der Stimmen. Er hatte somit 803 Stimmen weniger als bei der Bürgermeisterwahl 2017 und 469 Stimmen weniger als bei der Wahlwiederholung im Jahr 2018. Kölly ist somit raus aus dem Rennen ums Bürgermeisteramt. „Ich möchte mich bei den Wählern und meinem Team bedanken. Die Wähler haben entschieden und ich nehme es zur Kenntnis. Wir werden weiter im Gemeinderat unsere Ideen einbringen und versuchen, diese mit den anderen Fraktionen umzusetzen. Ich bin enttäuscht. Es hat eine Schlammschlacht gegeben wie nie zuvor. Das Ergebnis habe ich so nicht erwartet, aber in der Politik ist alles möglich“, so Manfred Kölly, der vor der Europaschule auf den Wahlausgang gewartet hat.

Gemeinderat wächst um zwei Mandate

Bei der Kommunalwahl gab es dieses Mal aufgrund eines Zuwachses der Wahlberechtigten zwei Mandate mehr zu vergeben. Von den nun insgesamt 25 Mandaten entfallen neun auf die SPÖ (das ist ein Zuwachs von drei Mandaten), zehn auf die ÖVP (das ist ein Zuwachs von ebenfalls drei Mandaten) und sechs auf die LBL (Verlust von vier Mandaten).

Laut Vorzugstimmenergebnis wären folgende Personen im Gemeinderat vertreten: Jürgen Hofer, Monika Steinwenker, Markus Neuhold, Jan Müller, Jürgen Glöckl, Josef Kuzmits, Andreas Wiedeschitz, Anika Ecker und Paul Mayer von der SPÖ, Andreas Kacsits, Eva Heidenreich, Andreas Pfeller, Julia Reumann, Dominik Reisner, Nicole Gulyas, Gerhard Pfneisl, Daniel Heintz, Patrick Dorner und Peter Kirnbauer von der ÖVP sowie Manfred Kölly, Angela Dummer, Andreas Kölly, Helmut Preiner, Christopher Hofer und Hermann Putz von der LBL. Ob Ex-Bürgermeister Manfred Kölly tatsächlich in den Gemeinderat einziehen wird, möchte er erst im Laufe der Woche entscheiden.

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