Klares Votum gegen Müllsammelstelle in Langeck. Müllverband hatte Betriebsgebiet Langeck als möglichen Standort für eine regionale Abfallsammelstelle ins Auge gefasst. Aus Bevölkerung kam Widerstand.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Juni 2019 (04:13)
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„Diskussion beendet“, stellte Bürgermeister Christian Vlasich zu Ende der Bürgerversammlung fest. Die Gemeinde hatte eingeladen, um über das Konzept regionaler Abfallsammelstellen zu informieren. Um zum Zweck einer besseren Verwertung von Wertstoffen im Abfall das System zu professionalisieren, plant der Burgenländische Müllverband (BMV) die Errichtung von 30 bis 35 regionalen Abfallsammelzentren für jeweils rund 8.000 bis 10.000 Einwohner, also mehrere Gemeinden, im gesamten Land.

Als einen möglichen Standort hatte man dafür Langeck ins Auge gefasst, weil dort eine bereits als Betriebsgebiet gewidmete Fläche im nötigen Ausmaß von rund einem Hektar zur Verfügung stünde und die Lage aus Sicht des BMV gut wäre, weil „wir versuchen Versorgungs- mit Entsorgungswegen zu koppeln“, so BMV-Geschäftsführer Johann Janisch.

Standort zu nahe am Wohngebiet

Die anwesenden Bürger sahen dies anders. Für sie liegt der geplante Standort zu nah am Wohngebiet. Sorgen wurden deshalb etwa betreffend einer möglichen Lärm-, Staub- und Geruchsbelästigung sowie zusätzlichem Verkehrsaufkommen laut. Janisch hielt dem die positiven Erfahrungswerte aus anderen Bundesländern entgegen und verwies auf kundenfreundlichere Öffnungszeiten und besondere Leistungen wie Mietwagenservice oder Abholservice für die ältere Generation.

„Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass in solche wichtige Themen die Bürger zum frühest möglichen Zeitpunkt eingebunden werden und hier mitentscheiden können, noch bevor ein Gemeinderat damit befasst werden soll. Wir werden seitens der Gemeindevertretung jede Entscheidung akzeptieren und danach handeln, das ist gelebte Demokratie“, betont Bürgermeister Vlasich.

„Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass in solche wichtige Themen die Bürger zum frühest möglichen Zeitpunkt eingebunden werden"

In diesem Sinne ließ er am Ende der Versammlung darüber abstimmen, ob weitere Gespräche stattfinden sollen oder nicht, was ein klares Votum für eine Beendigung der Gespräche ergab. Der BMV setzt indes die Evaluierung anderer möglicher Standorte fort. Vier bis fünf solcher regionaler Abfallsammelstellen soll es im Endausbau in zehn bis fünfzehn Jahren im Bezirk geben. Die Standortfragen sollen noch heuer geklärt werden.