Berlakovich: „Vor Wahlwiederholung braucht es Klarheit“

Erstellt am 01. Juni 2018 | 12:28
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Niki Berlakovich
Niki Berlakovich
Foto: zVg
In der Causa Wahlanfechtung Deutschkreutz  - die Landeswahlbehörde hat die Wahl aufgehoben -  meldet sich nun ÖVP-Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich zu Wort.
Werbung
Anzeige

Die Verunsicherung in Deutschkreutz müsse sobald wie möglich ein Ende haben, doch bei aller gebotenen Eile, hätten die Deutschkreutzer ein Recht zu wissen, wem sie ihr Vertrauen schenken. „Es muss zumindest klar sein, ob und wer angeklagt wird, bevor erneut gewählt wird“, so Bezirksparteiobmann Berlakovich.  

„Vor knapp einem Monat hat die Landeswahlbehörde die Wahl in Deutschkreutz aufgehoben –  seitdem ist nichts weitergegangen. Weder gibt es einen neuen Wahltermin, noch gibt es Infos zu den parallel laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der unter Verdacht stehende Bürgermeister ist immer noch im Amt“, kritisiert Berlakovich. Fest stehe, dass durch die von der Wahlbehörde festgestellten schwerwiegenden Manipulationen das Vertrauen der gesamten Deutschkreutzer Bevölkerung missbraucht wurde.

Da es die Möglichkeit der Suspendierung eines Bürgermeisters nicht gibt, ist es aus Berlkovichs Sicht unabdingbar, dass Kölly bis zur vollständigen Klärung der Vorwürfe sein Amt ruhend stelle. „Man kann nicht Leiter einer Wahlwiederholung sein, wenn man unter Verdacht steht, die erste Wahl getürkt zu haben. Das muss selbst Kölly einsehen und nun Verantwortung übernehmen“, so Berlakovich.

Bereits bei früheren Rücktritts-Aufforderungen hatte Bürgermeister Manfred Kölly allerdings abgewunken. Er verwehrt sich gegen die Anschuldigungen und wartet auf die Entscheidung der Landeswahlbehörde, wann die Wahl in Deutschkreutz wiederholt wird: „Wenn es einen Wahltermin gibt, werde ich noch einmal antreten. Der Wähler soll entscheiden.“

Werbung