Zubau im Töpfermuseum

Erstellt am 07. Juli 2022 | 00:00
Lesezeit: 8 Min
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Töpfermuseum Stoob. Bürgermeister Bruno Stutzenstein und Vizebürgermeister Daniel Sommer machten sich ein Bild von der umfassenden Erweiterung.
Foto: Priedl
Das Töpfermuseum Stoob wurde erweitert, die Bauarbeiten sind nun fertiggestellt.
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Die Erweiterung im Töpfermuseum erfolgte in Form eines Kitting, das ist ein Speicher- und Vorratsraum in Lehmbauweise. Das Gebäude (Stadl) am Grundstück wurde renoviert und als Veranstaltungsraum adaptiert, welcher für Workshops, Töpferkurse, Seminare oder Feste genutzt werden kann. Zudem wurde ein Lagerraum errichtet. Die Planung erfolgte mit der Gemeinde Stoob, dem Architekturbüro Taschner-Kinger und Künstler Andreas Lehner, der die Inhalte methodisch und didaktisch aufbereitete und gestaltete.

„Die Erweiterung bietet nun eine ideale Möglichkeit, um die neuen Räumlichkeiten für vielfältige Anlässe zu verwenden, sei es für Schulen, Kurse, Workshops oder Vereinsfeste“, so Bürgermeister Bruno Stutzenstein. Auf Schautafeln erfahren die Museumsbesucherinnen und -besucher Wissenswertes rund um den Baustoff Lehm und es wird die Lehmbauweise in verschiedenen Bereichen dokumentiert und beschrieben. Bis ins 19. Jahrhundert war das Bauen mit Lehm im Burgenland wesentlich. Im neuen Ausstellungsbereich werden die Geschichte und Gegenwart, Vor- und Nachteile, bauphysikalische Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten des Baustoffes Lehm dokumentiert.

„Das Museumsgelände wird umfassend erweitert und der Außenbereich zu einem Platz für die Stoober Bevölkerung. Inhaltlich wird das bestehende Museum um den hoch interessanten Aspekt des Lehmbaus erweitert. Lehm, ein lange verpönter Baustoff, erlebt wegen seiner hervorragenden Materialeigenschaften und nicht zuletzt wegen des kleinen ökologischen Fußabdruckes eine Renaissance im individuellen Wohnbau. Im Töpfermuseum Stoob können sich alle Interessierten über Geschichte, Anwendungsbereiche, Bautechniken sowie Vor- und Nachteile dieses Materials informieren. Ein zweiter Schwerpunkt ist dem Thema ‚Streuobstwiese‘ gewidmet“, so Künstler Andreas Lehner.

„Zukünftig ist auch ein Skulpturenpark geplant, wie ein Plutzer aus Keramikteilen sowie Skulpturen aus Keramik“, so Stutzenstein. Das Projekt wurde mit EU-Förderungen von Mittelburgenland plus finanziert und wurde im Zuge der Dorferneuerung umgesetzt. Am 16. Juli um 15 Uhr findet am Gelände des Töpfermuseums Stoob das Fest „Luam & Wei(ñ)“ statt. Geplant ist ein Kinderprogramm der Kinderfreunde und es gibt musikalische Unterhaltung von „Phiora & Band“.

Entgeltliche Einschaltung

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