24 Greifvögel in Tiefkühltruhe

Erstellt am 02. Juli 2014 | 09:06
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NIEDER...STERREICH: HABICHTKAUZ WIEDERANSIEDLUNG
Foto: NOEN, DANIEL ZUPANC (APA)
Vorfall / Im Fall zweier Jäger, die geschützte Greifvögel gewildert haben sollen, liegen Ergebnisse der Hausdurchsuchungen vor.
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Ermittler fanden 24 in Tiefkühltruhen eingefrorene und elf präparierte Greifvögel –  Eulen, Bussarde, Falken, Habichte, Uhus und andere Vögel, bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Magdalena Wehofer. Polizisten machten bei den Weidmännern eine Hausdurchsuchung und fanden auch zwei verbotene sowie fünf nicht registrierte Waffen. Auch ein Werkzeug, das zwar keine Waffe im engeren Sinn sei, jedoch dennoch unter das Waffengesetz falle, sei aufgetaucht.

„Bei den eingefrorenen Greifvögeln wird jetzt abgeklärt, was die Todesursache ist“, sagte Wehofer. Was die Präparate betrifft, soll deren Alter festgestellt werden, „weil es nicht immer verboten war, Greifvögel zu schießen.“ Seitens des Landesjagdverbandes wird der illegale Abschuss von Greifvögeln auf das Schärfste verurteilt. „Es handelt sich dabei um grobe und schwerwiegende Verstöße gegen die Weidgerechtigkeit und das Jagd-, Tierschutz- und Naturschutzgesetz, auf deren Einhaltung die Jägerschaft größten Wert legt“, so Landesjägermeister Peter Prieler.

Der Grüne Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller fordert den lebenslangen Entzug des Jagdscheins für die Täter sowie deren Verpflichtung zur ehrenamtlichen Mitarbeit auf der Greifvogelstation.

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