Blaufränkischland: Rauchmethode „fruchtete“

Die Winzer aus Deutschkreutz, Neckenmarkt, Horitschon und Lutzmannsburg konnten durch die Rauchmethode einen erheblichen Schaden abwenden.

BVZ Redaktion Erstellt am 26. April 2017 | 10:27
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Frostheizen: In Deutschkreutz, Neckenmarkt, Horitschon und Lutzmannsburg wurde auf die Rauch-Methode gesetzt.
Foto: BVZ

Nach den verheerenden Frostschäden im vergangenen Jahr, bestand auch vergangene Woche die Gefahr von Frostschäden. Deswegen wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag der Vorwoche mit vereinten Kräften Strohballen in den Weingärten Deutschkreutz, Horitschon, Neckenmarkt und Lutzmannsburg in Brand gesetzt.

Ziel war es, vor allem die im letzten Jahr extrem geschädigten Rieden mittels Rauchschwaden vor dem Frost zu schützen. Bei den ersten Sonnenstrahlen entsteht Verdunstungskälte. Das kann die Zellen in den Trieben zum Platzen bringen, diese sterben ab. Der Rauch sollte die ersten Sonnenstrahlen verhindern, bis sich alles bereits langsam erwärmt hat.

„Durch unsere Aktion sind keine Schäden entstanden. Jedoch beschädigte der Schnee am Mittwoch einige Triebe. Wie groß die Schäden sind, wird man erst in ein paar Wochen sehen. Die Zusammenarbeit hat super funktioniert“, so Deutschkreutz‘ Weinbauvereinsobmann Albert Gesellmann.

„Der Frost war heuer früher als im Vorjahr."Gerald Wieder

Auch in Neckenmarkt konnte man einen großen Schaden mit der Rauch-Methode abwenden. „Der Frost war heuer früher als im Vorjahr. Die Gescheine (=rispenartiger Blütenstand der Weinrebe) sind momentan noch von den Blättern geschützt, dadurch ist die Rebe noch nicht so empfindlich“, schilderte Gerald Wieder, Weinbauvereinsobmann aus Neckenmarkt.

In Horitschon konnte das Gröbste verhindert werden. „Wir haben Glück gehabt, die Kälte war human. Das Schneeereignis hat sehr furchterregend ausgesehen, jedoch sind nur größere Blätter erfroren. Wir sind froh, dass bis jetzt keine großen Schäden entdeckt worden sind“, so Weinbauvereinsobmann Franz Strass.

Lutzmannsburgs Weinbauvereinsobmann Günther Toth findet, dass sich die Rauch-Methode bewährt hat. „Jedoch setzte der Schnee und starke Wind am Mittwoch unserem jungen Laub sehr zu. Hier gibt es teilweise massive Schäden.“