Gemeinderat: Debatte um Austritt von Leader plus. Vor einer Beschlussfassung bei der nächsten Deutschkreutzer Gemeinderatssitzung werden nun noch weitere Informationen eingeholt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 31. Juli 2020 (05:23)
Symbolbild
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Der Gemeinderat befasste sich bei seiner vergangenen Sitzung unter anderem mit dem Tagesordnungspunkt „Beschluss – Austritt Leader plus“.

Laut Bürgermeister Manfred Kölly (Liste Burgenland) zahlt die Gemeinde Deutschkreutz jährlich rund 1,50 Euro pro Einwohner in den Topf des Vereins für das Förderprogramm der Europäischen Union ein. Ziel von Leader plus ist es, Aktionen im ländlichen Raum zu fördern. Dabei sollen lokale Aktionsgruppen vor Ort Entwicklungskonzepte erarbeiten. „Wir haben jetzt nun schon ein Jahr lang nichts mehr von Leader gehört und auch in dieser Periode keine Förderungen erhalten. Ich denke, wir haben lange genug auf neue Richtlinien gewartet und sollten nun die Rute ins Fenster stellen“, erläuterte Bürgermeister Manfred Kölly.

449.000 Euro Förderung von 2001 bis 2020

Markus Neuhold von der SPÖ meinte jedoch, dass die Gemeinde zwischen 2001 und 2020 rund 449.000 Euro für verschiedene Projekte von Leader erhalten habe. „Unser Mitgliedsbeitrag betrug in diesem Zeitraum rund 89.000 Euro. Daher würde ich einen Austritt, ohne diesen Mehrwert zu erkennen, als fahrlässig bezeichnen.“

Neuhold möchte nun bis zur nächsten Gemeinderatsitzung genaue Informationen zu den neuen Richtlinien einholen: „Sollte es tatsächlich keinen Mehrwert für die Gemeinde geben, können wir immer noch aussteigen. Bis dahin verlieren wir kein Geld.“