Initiative gegen das geplante Krematorium. Hunderte Unterstützer kämpfen gegen das geplante Krematorium. Laut Ortschef Kölly kam es bei der Bauverhandlung zu einem positiven Bescheid.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 07. August 2019 (04:35)
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Wie die BVZ bereits berichtete, erhält das Projekt Krematorium einen neuen Anlauf. Am Mittwoch der Vorwoche ging die erneute Bauverhandlung über die Bühne. „Die Bauverhandlung erhielt einen positiven Bescheid. Demnächst werden die Arbeiten ausgeschrieben“, erklärt Bürgermeister Manfred Kölly.

Nun hat sich eine Initiative gebildet, die gegen das geplante Krematorium kämpfen will und eine Volksbefragung, wie auch ÖVP und SPÖ, fordert. Unter dem Namen „Bürgerinitiative Blaufränkischland“ verfasste sie einen offenen Brief an Bürgermeister Kölly.

Als klares Statement geht hervor, dass Deutschkreutz und die Wein- und Tourismusregion Blaufränkischland kein Krematorium braucht. „Wo ist der Mehrwert für die Menschen in unserer Region, für Einheimische und Gäste? Stellen Sie eine Wertschöpfungskette transparent und offen dar. Wer wird vom prognostizierten Millionen-Investment profitieren, respektive, wer werden die Leistungserbringer beim Bau sein?

Wollen Sie eine geschätzte Kommunalsteuereinnahme für die Gemeinde von 225 Euro pro Monat (Fünf Mitarbeiter mal 1.500 Euro Bemessungsgrundlage mal drei Prozent Kommunalsteuer = 225 Euro) wirklich als Argument für den Bau eines Krematoriums heranziehen?“, heißt es in dem Brief bezüglich Krematorium.

Unterschriften-Aktion geplant

„2014 hieß es von Bürgermeister Kölly ‚Das Volk hat das letzte Wort‘ – und das fordern wir jetzt“, so die Bürgerinitiative.

Als nächster Schritt ist eine Unterschriften-Aktion geplant. Die Unterschriften sollen zum einen online, aber auch mittels Listen in öffentlichen Einrichtungen, Gasthäusern, Arztpraxen und Co. gesammelt werden. Auch diesbezügliche Hausbesuche sind geplant.

Deutschkreutz’ Ortschef Manfred Kölly kontert: „Eine Volksbefragung hätte bereits vor der Bauverhandlung passieren müssen.“