Lärm am Bahnhof soll reduziert werden. Der Bahnhof in Deutschkreutz erhält im kommenden Jahr ein Facelifting. Der Verladeplatz wird außerhalb des Ortes verlegt.

Von Isabella Kuzmits. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:24)
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ÖBB Gleise Schienen Symbolbild
ÖBB/Deopito

Am Mittwoch lud die Gemeinde zu einer Anrainer- und Pendlerversammlung betreffend Neuerungen am Bahnhof ein. Auf der Tagesordnung stand die Präsentation des neuen Fahrplanes, der am 15. Dezember in Kraft tritt und unter anderem zwei zusätzliche Züge von Wien nach Deutschkreutz (21.23 Uhr und 22.23 Uhr) sowie eine zusätzliche Fahrt von Deutschkreutz nach Wien (20.13 Uhr) beinhaltet.

Am Nachmittag wird es außerdem zu den Hauptverkehrszeiten Verstärker geben, wodurch es einen Halbstundentakt nach Deutschkreutz gibt. Des Weiteren sollen nächstes Jahr Maßnahmen eingeleitet werden, die die Lärmbelästigung der Anrainer – verursacht durch Beheizen und Klimatisieren der abgestellten Züge sowie das Verladen von Zuckerrüben und Holz – minimieren sollen.

„Ich bin schon lange dahinter, gewisse Dinge betreffend des Bahnhofes umzustellen. Jetzt ist es endlich so weit und erste Schritte wurden eingeleitet“

Konkret wird kommendes Jahr die Software für die Klimatisierung und Heizung der Züge adaptiert und auf leisere Aggregate umgestellt. Bis Ende 2020 sollen so alle Doppelstock-Züge umgerüstet sein. Der Holz- und Zuckerrübenverladeplatz soll aus der Ortschaft hinaus – zwischen Juvina und Umfahrungsstraße – verlegt werden. Die Gemeinde wird dafür Grundstücksoptionen einholen. Um den Bahnhof selbst auch auf den neuesten Stand zu bringen, soll dieser behindertengerecht umgebaut, eine Überdachung adaptiert sowie die Park & Ride Anlage ausgebaut werden. „Ich bin schon lange dahinter, gewisse Dinge betreffend des Bahnhofes umzustellen. Jetzt ist es endlich so weit und erste Schritte wurden eingeleitet“, so Bürgermeister Manfred Kölly. Seitens der rund 70 Anwesenden gab es durchwegs positive Signale zu den Neuerungen.

Eine Lösung im Sinne der Anrainer liegt auch Verkehrslandesrat Heinrich Dorner sehr am Herzen: „Seit meinem Amtsantritt als Verkehrslandesrat bin ich sehr dahinter, dass es eine gemeinsame Lösung mit der ÖBB gibt. Hier sind wir auf die Unterstützung durch den Bund angewiesen. Wir sind in enger Abstimmung, die bisherigen Gespräche waren auf jeden Fall sehr viel versprechend.“