Schulverbund löst sich auf. Die Mittelschulen Deutschkreutz und Horitschon werden ab Herbst dieses Jahres wieder völlig selbstständig agieren.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 24. Juni 2021 (04:57)
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Wird wieder eigenständig. Die Mittelschule Deutschkreutz wird ab Herbst nicht mehr als Expositur der Mittelschule Horitschon geführt.
zVg

Im September 2016 schlossen sich die Mittelschulen Deutschkreutz und Horitschon – aufgrund des damaligen Pflichtschulgesetzes, welches eine Mindestanzahl an 80 Schülern pro Standort vorschrieb – mit einer sogenannten Expositur zusammen. Dieser Schulverbund wird nun wieder aufgelöst. „Die Aufhebung der Expositur erfolgt mittels Bescheid der Bildungsdirektion für Burgenland“, heißt es dazu aus dem Büro von Bildungslandesrätin Daniela Winkler. Aus Sicht des Deutschkreutzer Bürgermeisters Manfred Kölly war der Zusammenschluss damals gut, weil der Standort Deutschkreutz eventuell zugesperrt worden wäre. „Doch nun ist mit dem neuen Pflichtschulgesetz die Mindestgrenze für Schülerzahlen gefallen und somit konnten wir die Zuständigen im Land davon überzeugen, wieder zurück in die Selbstständigkeit zu gehen. Nichtsdestotrotz möchte ich mich bei Horitschon für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanken“, so Kölly. Der Deutschkreutzer Bürgermeister ist davon überzeugt, dass ein Schulstandort nicht nur von der Anzahl an Schülern abhängig sein sollte, sondern von der Qualität der Schule.

Laut Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz werden die Mittelschulen Deutschkreutz und Horitschon ab September 2021 getrennte Weg gehen. Ab dann wird es in Deutschkreutz auch eine neue Direktion geben. Seit dem Zusammenschluss war Eva Reumann für die Leitung von beiden Standorten verantwortlich.

„Die Selbstständigkeit unserer Schule ist ein Highlight in dieser Zeit. Da sieht man, wenn man dranbleibt, kann man etwas erreichen. Ich würde mir wünschen, dass es nun in der Mittelschule Deutschkreutz auch zu einer Spezialisierung auf einem Gebiet kommt.“ Deutschkkreutz‘ Bürgermeister Manfred Kölly

Für Lehrer und Schüler wird sich nach Aufhebung der Expositur nichts verändern. „Das einzige, was sich verändern wird, ist, dass Direktorin Eva Reumann, nur mehr für den Standort in Horitschon zuständig sein wird und sich voll und ganz auf nur eine Schule konzentrieren kann“, so Horitschons Bürgermeister Georg Dillhof.