Zum zweiten Mal die Wahl

Erstellt am 29. August 2018 | 05:11
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Wahlurne
Foto: Wodicka/NÖN-Archiv
Deutschkreutz wählt am 31. August und 9. September Ortschef und Gemeinderat. Wahlberechtigte und Kandidaten sind ident mit jenen der Wahl am 1. Oktober 2017.
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Deutschkreutz wählt dieser Tage nochmals seinen Gemeinderat bzw. seinen Bürgermeister. Nach Aufhebung des Wahlergebnisses vom 1. Oktober wegen Verdachts der Manipulation von rund 100 Wahlkarten durch die Landeswahlbehörde muss die Wahl neuerlich durchgeführt werden.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Verdacht des Amtsmissbrauchs gegen Bürgermeister Manfred Kölly und eine Gemeindebedienstete sind noch nicht abgeschlossen. Kölly wies aber stets alle Vorwürfe zurück und wird bei der Wahl am 9. September – vorgezogener Wahltag ist der 31. August (17 bis 20 Uhr im Gemeindeamt) wieder antreten, was er sogar müsste. Denn da der Stichtag dieser Wahl mit dem der letzten übereinstimmt, sind sowohl Wahlberechtigte als auch Wahlvorschläge von der Wahl am 1. Oktober 2017 1:1 zu übernehmen.

Bürgermeister und LBL-Spitzenkandidat Manfred Kölly geht davon aus, dass das Wahlergebnis so bleiben wird, wie es nach dem 1. Oktober 2017 gewesen ist. Damals erreichte die LBL 42,8 Prozent, die ÖVP 29 Prozent und die SPÖ 28,2 Prozent und Manfred Kölly wurde mit 59,9 Prozent im ersten Wahlgang Bürgermeister. „Ich gehe davon aus, dass es wieder so ist, mein Gefühl ist ein sehr gutes.“

„Unser Anliegen ist es, Deutschkreutz weiterzubringen"

Die ÖVP hat sich indes zum Ziel gesetzt, ein Mandat dazuzugewinnen und, dass es Andreas Kacsits in die Stichwahl um den Bürgermeistersessel schafft. „Sollte Manfred Kölly am 9. September wieder gewählt werden werden wir das so zur Kenntnis nehmen, denn dann war das der Wunsch der Bevölkerung. Konsequenzen wird es aber geben, wenn bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nichts rauskommt.“ Diese werden laut Kacsits so aussehen, dass die ÖVP-Gemeinderäte – die ÖVP hatte die Wahlen angefochten und Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet – ihre Mandate zurücklegen werden.

„Sofern der amtierende Bürgermeister wiedergewählt wird, wird die SPÖ – anders als die ÖVP – nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern im Gegenteil, wir werden noch intensiver die Kontrollfunktion ausüben“. meint SPÖ-Spitzenkandidat Johann Steinhofer. „Unser Anliegen ist es, Deutschkreutz weiterzubringen.

Für die nächsten Jahre verfolgen wir für die Gemeindepolitik insbesondere die Ziele und Tugenden Sachlichkeit, Ehrlichkeit, Fairness und Kontrolle. Auf die Einhaltung dieser uns sehr wichtigen Werte werden wir genau achten und diese wenn notwendig, lautstark einfordern.“

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