Feriensiedlung angedacht: Zu wenig Infos für Bürger. Man fühlt sich zu wenig informiert. Laut Esterhazy wird derzeit Machbarkeit eines solchen Projekts überprüft. Sobald es konkrete Pläne gibt, werde man informieren.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. März 2020 (04:19)
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Eine Gruppe „besorgter Bürger“ meldete sich mit einem Brief bei der BVZ. In diesem Schreiben heißt es, dass Esterhazy in Draßmarkt am Ortsrand zu Dörfl eine Feriensiedlung auf einem mehreren Hektar großen Areal planen soll. Dabei seien 70 bis 100 Bungalows mit entsprechender Infrastruktur, Geschäft sowie Restaurant im Projekt enthalten. Außerdem sei geplant, zu dem bestehenden Teich zwei Badeseen hinzuzufügen.

„Es weiß niemand außer der Bürgermeister“

„Es weiß niemand davon etwas außer unser Herr Bürgermeister“, heißt es in dem Schreiben der „besorgten Bürger“ weiter. Für das Projekt liege bereits ein Einreichplan auf der Gemeinde Draßmarkt auf, es gäbe aber keine Bauverhandlung für das Projekt, das im Mai 2020 beginnen soll, schreibt man in dem Brief weiters.

Bürgermeister Anton Wiedenhofer führt dazu auf Anfrage der BVZ aus: „Wir als Gemeinde haben keinen Plan für ein solches Projekt gesehen. Der diesbezügliche Grund ist allerdings seit über 35 Jahren fremdenverkehrsmäßig gewidmet und wurde von Esterhazy von einem Privaten erworben. Wir als Gemeinde Draßmarkt haben auch schon deponiert, dass wir eine Agrargemeinde sind, damit wir bei einem etwaigen solchen Projekt keine Probleme haben wegen Geruchs oder Ähnlichem.“

Falls die Gemeinde Genaueres über das Projekt erfahren sollte, plane man auch eine Bürgerversammlung zu dem Thema, führt der Draßmarkter Bürgermeister weiter aus. Behördentechnisch sei aber die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf dafür zuständig.

Bezirkshauptmann Klaus Trummer meint auf Anfrage der BVZ, dass man als Behörde zuständig wäre, wenn es sich bei dem Projekt um ein gewerbliches Objekt handelt. „Derzeit ist uns aber nichts bekannt“, so Klaus Trummer. Seitens Esterhazy heißt es auf Anfrage der BVZ zu der Causa, dass es eine Projektidee gäbe, man allerdings erst in der Konzeptionsphase sei.

„Werden Bevölkerung informieren“

„Es gibt eine Projektidee, es wird derzeit eine Machbarkeit überprüft. Wir sind gerade in der Vorplanung, es gibt noch keinen konkreten Plan oder Details zum Projekt.“

Man werde, wenn es Details gibt, auch über das Projekt informieren. „Sicher werden wir dann auch die Bevölkerung informieren“, heißt es dazu weiters von Esterhazy.