Manfred Kölly: „Sehe dem gelassen entgegen“. Staatsanwaltschaft ermittelt noch immer wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs. Bürgermeister Kölly hatte Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. August 2019 (05:21)
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Manfred Kölly LBL Deutschkreutz
Manfred Kölly
Wolfgang Millendorfer

„Ich sehe dem gelassen entgegen“, meint Bürgermeister Manfred Kölly hinsichtlich den immer noch laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs gegen ihn und eine Gemeindebedienstete. Das Wahlergebnis vom 1. Oktober 2017 war wegen des Verdachts der Manipulation von rund 100 Wahlkarten von der Landeswahlbehörde aufgehoben worden, Kölly wurde in der Stichwahl im Oktober 2018 dennoch erneut zum Bürgermeister gewählt.

„Ich wurde gewählt und ein zweites Mal und ein drittes Mal gewählt. Der Gutachter kann viel sagen, ich bezweifle das“, meinte Kölly, auch Landeschef der LBL, am Rande des Sommergesprächs mit BVZ-Chefredakteur Markus Stefanitsch. „Es sollte endlich abgeschlossen werden, damit hier Ruhe ist. Sie werden noch nichts haben, denn sonst gäbe es schon einen Abschluss.“

Ob er bei der nächsten Wahl nochmals antritt, stehe in den Sternen. „Heutzutage Bürgermeister zu sein, ist nicht irgendetwas, sondern ein Full-Time-Job“, so Kölly. Behauptungen, dass er seit der Wahl „defensiver“ sei, dementiert er.

„Das stimmt gar nicht. Ich traue mich wetten, wenn ich noch einmal antrete, dass ich noch mehr Stimmen bekomme. Man merkt, dass eine neue Gesellschaft ‚Alle gegen Kölly‘ da ist, die aber nichts gemacht haben. Ich habe 18 Jahre keine absolute Mehrheit gehabt und wir haben trotzdem etwas bewegt.“ Zukunftsvisionen von Kölly sind unter anderem ein Thermenhotel-Projekt mit dem Schloss – hier habe man bereits Financiers – und ein Gemeindezentrum.