Neue Wohlfühloase in Raiding eröffnet. In einem festlichen Rahmen wurden das Betreute Wohnen Plus und das Tagesbetreuungszentrum ihrer Bestimmung übergeben.

Von Dieter Dank. Erstellt am 10. Mai 2019 (13:10)

Zahlreiche Gäste kamen zur Eröffnung der um 2,2 Millionen neu entstandenen Wohn- und Betreuungsform mit 15 Wohnungen des Betreuten Wohnen Plus und acht Betreuungsplätzen. Die Mieter können nicht nur in ihren eigenen vier Wänden Wohnqualität im Alter und all die Synergieeffekte des Pflegezentrums wie Essen auf Rädern, Wäscheservice und Seniorenanimationen, sondern auch die integrierte Tagesbetreuung genießen.

„Sicherheit und Lebensqualität im Alter: Das ist unser Bestreben. Wir wollen durch unsere Vielfältigkeit und Größe ein Mehr an Leistungen anbieten und somit pflegenden Angehörigen arbeitszeitunabhängig und flexibel entlasten. Ich möchte mich auch bei Bereichsleiterin Claudia Kugler und dem gesamten Team bedanken. Sie begleiten und betreuen die ältere Generation mit Empathie und Herz. Auch möchte ich mich bei meinem Partner und mittlerweile zum Freund gewordenen Alfred Kollar für die Kompetenz und Zuverlässigkeit bedanken. Ein Dank gilt auch der burgenländischen Landesregierung um Landesrat Christian Illedits und der Gemeinde Raiding mit Bürgermeister Markus Landauer für die jahrzehntelange Zusammenarbeit“, so Pflegezentrum-Geschäftsführer Franz Drescher.

"OSG baut burgenländisch und nachhaltig"

Vorstandsobmann Alfred Kollar von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft zeigte sich von der Größe der Einrichtung beeindruckt und gratulierte der Familie Drescher zu diesem Projekt: „Das Pflegezentrum und die Gemeinde gemeinsam mit der OSG ist eine perfekte Kombination für Partnerschaft und Freundschaft. Raiding ist nicht eine von vielen Gemeinden sondern eine besondere, da sie vor denkt und den Mut hat, Initiativen zu setzen. Das unterstreicht die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren ein Bauvolumen von 7,5 Millionen Euro investiert wurde. Ich möchte mich auch beim Land Burgenland bedanken, die sich in hohem Maß zu ihrer sozialen Qualität bekennt und dies durch finanzielle Leistungen zum Ausdruck bringt. Die OSG hat sich in ihrer Tätigkeit der Nachhaltigkeit und dem Umwelt- sowie Klimaschutz verpflichtet. Wir als OSG bauen burgenländisch und setzen auf burgenländische Handwerksqualität.“

"Familienbetrieb Drescher in der Gemeinde verwurzelt"

Raidings Bürgermeister Markus Landauer wurde im Vorfeld mit der Frage konfrontiert: Ihr feiert schon wieder? Darauf antwortete der Ortschef: „Wer etwas tut, fleißig ist und etwas weiterbringt, darf auch feiern. Ich möchte mich bei der OSG und dem Pflegzentrum für diese tolle Einrichtung bedanken. Ich sehe die Lebensqualität von unserem Raiding-Logo eng mit der Familie Drescher verbunden. Vor 26 Jahren hatte Franz Drescher sen. die Idee, ein Pflegeheim zu bauen und seitdem hat sich etwas wahnsinnig Schönes in Raiding entwickelt. Dieses ist zu einer sehr wichtigen Einrichtung, einem bedeutenden Bestandteil in der Gemeindeentwicklung und zu einem sozialen Hotspot in unserer Gemeinde geworden. Meine Großmutter ist mit 62 Jahren aus Oberpullendorf zurück in ihre Heimat in eine Seniorenwohnung gezogen, um mit ihrem Urenkel bei den wöchentlichen Singeinheiten der Kindergartenkinder und den Hausbewohnern gemeinsam zu singen: Das ist gelebte Lebensqualität."

„In Würde alt werden können“

Nationalrat und Präsident der burgenländischen Landwirtschaftskammer Niki Berlakovich zollte dem Errichten solch einer Einrichtung seinen Respekt: „Ein großzügiger und nachhaltiger Bau mit lebendigen Moos an den Wänden: Da kann man sich wohlfühlen und das ist eine Antwort auf die Herausforderungen der Zeit. Die Grundphilosophie und ein Anliegen von uns ist es, dass die Gesundheitsversorgung auch im ländlichen Bereich gesichert ist. Der große und neue Bereich ist die Pflege und Betreuung und wir sehen hier drei Gruppen von Menschen, die besonders gefordert sind: Diejenigen, die der Pflege bedürfen, die Fachkräfte, die die Pflege ausführen und manchmal die Angehörigen, die oftmals vergessen werden. Ein Drittel der Bevölkerung im Bezirk ist über 60 Jahre, das alleine zeigt, welche Herausforderung wir alle haben. Ich finde es großartig, dass es private Firmen wie die Familie Drescher gibt. Einen Mix aus öffentlichen und privaten Einrichtungen halte ich für sinnvoll, den letztendlich sollen die Menschen in Würde alt werden können.“

„Den älteren Menschen Lebensraum schaffen“

„Beim Wohnland Burgenland geht es nicht immer darum Einrichtungen für die jungen Menschen zu schaffen, sondern auch für ältere Menschen einen Lebensraum zu ermöglichen. Das hat die Familie Drescher schon lange umgesetzt. Nicht zu vergessen Franz Drescher sen., der hier vor 26 Jahren der Innovator mit dem Umbau des Gasthauses in ein Pflegeheim war. Franz Drescher jun. hat die Vatergene übernommen und in den Gesprächen merkt man eine unglaublich hohe Expertise in dem Bereich Pflege. Ich bin auch stolz darauf, dass sich die Versorgungsregion ausbaut, wobei Raiding hier eine Vorreiterrolle eingenommen hat. Mit der OSG wurde der richtige Partner gefunden. Diese Einrichtung ist für Raiding aber auch für das Mittelburgenland eine gute Sache", so Landesrat Heinrich Dorner.

„Pflege darf keine Frage des Preises sein"

Landesrat Christian Illedits freute sich, einige Wochen nach seinem Dienstantritt bei der Eröffnung dabei zu sein. „Es ist klar, dass wir solche Einrichtungen wie schon in der Vergangenheit unterstützen werden und dies auch in der Zukunft weiter tun. Weil es eine Verpflichtung der Politik gegenüber der älteren Generation ist. 399 zusätzliche Plätze wird es ab Herbst in den nächsten zwei Jahren im Burgenland zur Betreuung und Pflege älterer Menschen geben. In der hier entstandenen Einrichtung in Raiding ist die Betreuung und Versorgung hervorragend und bringt drei wichtige Faktoren mit: Wohnortnahe, hohe Qualität und leistbar. Das Tagesbetreuungszentrum ist äußerst wertvoll, um den sozialen Kontakt so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und die immer häufiger auftretende Krankheit Demenz einzubremsen. Pflege darf keine Frage des Preises sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Wir haben die Hälfte unseres gesamten Landesbudgets für den Sozial- und Gesundheitsbereich zur Verfügung stellt. Das zeigt, das Burgenland ist ein sehr soziales Land. Ganz wichtig ist mir die neu geschaffene Pflege-Hotline, dieser Beratungsservice ist die Basis unserer Pflegepyramide. Ein weiteres Angebot ist die mobile Hauskrankenpflege, die bei Bedarf zu jedem kommt. Des Weiteren wird es auch ab Oktober die Möglichkeit geben, sich als pflegender Angehöriger mit sozialrechtlicher Absicherung beim Land anstellen zu lassen. Der Mensch muss in höchster Qualität betreut werden und das ist unser Ziel das wir umsetzen wollen.“