Ort des Gedenkens nach Gefecht von Kirchschlag

100 Jahre nach dem Gefecht von Kirchschlag wurde nun ein Gedenkort errichtet.

Erstellt am 02. November 2021 | 18:37

Die Gemeinden Kirchschlag und Pilgersdorf luden am Nationalfeiertag zur feierlichen Eröffnung und Segnung des neuen Gedenk- und Rastplatzes am Radweg zwischen Steinbach und Kirchschlag. Dieser Platz erinnert an das Gefecht von Kirchschlag, das am 5. September 1921 zwischen Einheiten des österreichischen Bundesheeres und ungarischen Freischärlern stattgefunden und 18 Todesopfer gefordert hat.

Die beiden Historiker Josef Schermann und Franz Wanek haben die Historie des Gefechts aufgearbeitet und in Kooperation mit Grafikerin Tanja Zarka Peklar und der Schlosserei Pichler auf Schautafeln umgesetzt. Ein Tisch mit zwei Bänken sowie zwei Fernrohre, die das von Einschusslöchern durchzogene Cholera-Kreuz sowie die Rießwiese anvisieren, an der ein Maschinengewehr des Bundesheeres positioniert war, vervollständigen den gepflasterten Platz.

„Dieser Platz soll uns daran erinnern, mit welchen Opfern das Burgenland zu Österreich gekommen ist. Er soll Möglichkeit zur Rast sowie zum Gedenken an die Vergangenheit bieten“, so Pilgersdorfs Bürgermeister Ewald Bürger. „Es ist wichtig, aus der Geschichte zu lernen. Solch ein Gedenkplatz soll ein Mahnmal sein, dass wir nicht vergessen, was Krieg bedeutet. Ein Leben in Frieden ist nicht selbstverständlich. Gerade in Zeiten der Pandemie haben wir gemerkt, wie wichtig das Miteinander ist. Ich glaube das zeigt dieser Platz, den wir gemeinsam mit unseren Freunden aus Pilgersdorf errichtet haben“, ergänzte Kirchschlags Bürgermeister Josef Freiler.