Gemeinde Neckenmarkt: Güterverkehr soll auf Schiene. Die Gemeinde Neckenmarkt fordert, dass der Güterverkehr im Bezirk Oberpullendorf wieder zurück auf Schiene gebracht wird, um die Bevölkerung entlang der B62 zu entlasten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. Juli 2021 (06:08)
güterverkehr öbb zug
Symbolbild
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Die Gemeinde Neckenmarkt hat dieser Tage ein Schreiben an Bund und Land betreffend der Eisenbahnstrecke durchs Mittelburgenland geschickt. Darin wird gefordert, dass „das Land die Eisenbahntrasse von der Sonnenland Railtours GmbH direkt oder indirekt über die Verkehrsinfrastruktur Burgenland GmbH erwerben und diese wichtige Verkehrsinfrastruktureinrichtung für eine ökosoziale Wirtschafts- und Tourismusentwicklung zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region sichern soll“.

Weiters möchte man, dass in die Bahnstrecke investiert wird, um den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern zu können – unter Berücksichtigung des Betriebes der Draisinentour. Außerdem wird gefordert, dass „im Sinne der örtlichen und überörtlichen Raumplanung – in Ergänzung zum geplanten Businesspark Mittelburgenland – die an der Eisenbahnstrecke direkt beziehungsweise im Nahbereich gelegenen Betriebsgebiete gemeinsam mit den Gemeinden weiter entwickelt werden, um Investoren für Betriebsansiedlungen zu gewinnen.“

„Ziel ist es, gemeinsam mit den Gemeinden den Klima-, Umwelt- und Naturschutz im Einklang mit einer arbeitsplatz- und ökologisch wertschöpfungsorientierten Wirtschaft und die Entwicklung der Region zu forcieren, um die Klimaziele des Landes, des Bundes und der EU zu erreichen“, so Bürgermeister Hannes Igler. In den Gemeinden entlang der Bahnstrecke leben rund 16.900 Menschen, das sind rund 45 Prozent der Einwohner des Bezirkes. Die Unternehmen und Betriebe dieser Gemeinden geben rund 9.200 Menschen eine Beschäftigung, das sind rund 63 Prozent der Beschäftigten des Bezirkes. „Verkehrsanbindungen und –angebote für den öffentlichen Personenverkehr und den Güterverkehr sind daher für die wirtschaftliche Entwicklung beschäftigungs-, wirtschafts- und klimarelevant“, so Igler.

Eine Verlagerung des Lkw-Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene soll der Entlastung der Bevölkerung entlang der B62 dienen. Unmittelbar vor Einstellung des Güterverkehrs wurden noch rund 77.000 Tonnen Güter pro Jahr auf der Bahnstrecke transportiert.