Pause für Schulprojekt. Gemeinderat beschloss, Variante Kleinmutschen auszusetzen und weitere Planung für Unterpullendorf zu beauftragen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:00)
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Symbolbild

Bereits seit über zwei Jahren beschäftigt das Thema Schule den Gemeinderat, der sich schließlich mehrheitlich im März 2018 für eine gemeinsame Schule und im September 2018 für den Standort Kleinmutschen ausgesprochen hatte. Dagegen wehrte sich der Ortsteil Unterpullendorf, wo derzeit der Schulbetrieb stattfindet. Die Gemeinderäte aus Unterpullendorf (SPÖ, ÖVP und Grüne) stellten bei der Gemeinderatsitzung einen Antrag, die derzeitige Variante beim Standort Kleinmutschen ruhend zu stellen und ein zweites Angebot mit Kostenschätzung und Planung am Standort Unterpullendorf erstellen zu lassen. Dem stimmten 10 Gemeinderäte zu, 9 waren dagegen.

„Derzeit gibt es nur eine einzige Zubauvariante am Standort Kleinmutschen – die Kosten dieser Variante betragen drei Millionen Euro. Im Vorjahr betrugen die geschätzten Kosten noch 1,5 Millionen Euro. Diese Verdoppelung konnten sehr viele Gemeindebürger und auch Gemeinderäte nicht nachvollziehen und auch nicht akzeptieren“, so Thomas Schreiner (SPÖ).

„Derzeit gibt es nur eine einzige Zubauvariante am Standort Kleinmutschen"

Eine Studie der Firma Plansol betreffend der Standorte in Frankenau, Kleinmutschen und Unterpullendorf hatte zuvor ergeben, dass alle drei Standorte aus baulicher und wirtschaftlicher Sicht für eine gemeinsame Schule geeignet wären und der Umbau in Frankenau und Unterpullendorf in etwa gleich viel kosten würde, wie ein Neubau in Kleinmutschen.

„Die Kostenschätzung betreffend der Campuslösung in Kleinmutschen teilt sich auf 1,56 Millionen Euro für den Zubau der Volksschule und 820.000 Euro für die Sanierung des Kindergartens auf. Kommt es zu keinem gemeinsamen Standort, so steigen die Kosten für die Sanierung des Kindergartens deutlich an, da eine eigene Küche und ein eigener Turnsaal im Kindergarten errichtet werden muss“, so Mileder. Sie meint außerdem, dass es schade für die Kinder sei, dass sie jetzt noch länger warten müssen. Außerdem sei kein Budget für eine weitere Kostenschätzung vorgesehen, somit müsse man dem Steuerzahler in die Tasche greifen.