Oberpullendorfer NMS-Sanierung: Warten auf Okay

Erstellt am 07. Mai 2020 | 06:05
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Foto: GUNDAM_Ai/Shutterstock.com
Wenn das Land grünes Licht gibt, könnte im Juli mit dem Bau begonnen werden.
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Über den Status Quo betreffend Sanierung der Neuen Mittelschule (NMS) wurde bei der Gemeinderatssitzung vorige Woche berichtet.

Nachdem die auf die erste Ausschreibung für die Sanierung der NMS eingelangten Anbote einen Mehrbedarf von 1,9 Millionen Euro gegenüber den ursprünglich Schätzkosten bedeutet hätten, wurde seitens der Gemeinde der Baubeginn auf 2020 verschoben und im Oktober 2019 eine neuerliche Ausschreibung durchgeführt.

„Mehrkosten von zwei Millionen können nicht aus dem Ärmel geschüttelt werden.“Bürgermeister Rudolf Geißler

Nach Anbotsöffnung im Feber lagen Gesamtprojektkosten von rund 6,4 Millionen Euro netto am Tisch. Obwohl das Planerteam mit der Suche nach möglichen Einsparungspotenzialen beauftragt wurde und rund 460.000 Euro durch Änderungen von Materialien eingespart werden konnten, liegt der Finanzierungsbedarf nun noch immer um rund zwei Millionen Euro über der ersten Kostenschätzung.

„Die eingeplante Reserve von 490.000 Euro bleibt als Reserve drinnen“, führte Bürgermeister Rudolf Geißler aus. Da „Mehrkosten von zwei Millionen nicht aus dem Ärmel geschüttelt werden können“, so Geißler, muss in Absprache mit der Steuerberatungskanzlei der Mittelfristige Finanzplan der Gemeinde überarbeitet werden, was aktuell passiert.

Annahmen seien aufgrund der aktuellen Situation schwierig. „Ziel ist es, dass man in den nächsten vierzehn Tagen weiß, wie die Finanzierung sichergestellt werden kann. Wenn alles funktioniert, könnte Anfang Juli gestartet werden“, so Geißler. „Wenn es keine Genehmigung der Aufsichtsbehörde für die Finanzierung gibt, verschiebt sich das Projekt wieder.“

„Wir wissen seit 2014 durch die Hilferufe des Herrn Direktor, in welchem Zustand unsere NMS ist. 2017 war der Plan, dass es im September 2020 fertig sein sollte. Man hat den Eindruck, es wird geschoben und geschoben“, kritisierte SPÖ-Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer.

Geißler dazu: „Es liegt nicht in unserem Einflussbereich, wenn wir eine Ausschreibung machen, was dabei herauskommt. Wir können nur handeln, soweit uns die Aufsichtsbehörde lässt. Wenn diese Ja sagt, werden wir durchstarten, wenn sie Nein sagt, können wir das nicht machen. Mir wäre es auch lieber, wenn schon alles durch wäre.“

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