(Stamm-)Gäste im Bezirk Oberpullendorf in Vorfreude

Besonders Tische im Freien werden aufgrund der Regelungen – pro Tisch zehn Personen outdoor, aber maximal vier Erwachsene indoor – gefragt sein. Mangels klarer Regelungen gibt es für die Gastronomen noch viele Fragezeichen.

Erstellt am 20. Mai 2021 | 04:30
Gastro Opu
Foto: BVZ

Am 19. Mai soll die Gastronomie unter Einhaltung bestimmter Regeln wie Zutrittstests oder Mindestabstand zwischen den Tischen wieder öffnen dürfen. Auch im Bezirk bereiten sich die Gastronomen darauf vor, wenn man auch mangels Verordnung noch nicht im Detail weiß, was auf einen zukommt. „Es gibt schon Buchungen, aber noch zaghaft. Die Leute warten glaube ich die Verordnungen noch ab. Wir wissen selbst noch nichts Genaues wie das beispielsweise mit den Selbsttests aussehen wird“, meint Miriam Perkovits vom Habe D‘Ere. „Ich schätze, dass sich dies im Juni legen wird.“ Kommende Woche startet man mit dem Hochfahren. „Wir haben viele Tische und die Möglichkeit, Abstände einzuhalten.“ Wie so so oft liegt der Teufel im Detail bzw. sorgt für etwa die Regel, dass drinnen nur vier Erwachsene an einem Tisch sitzen dürfen, draußen zehn Personen, für Kopfzerbrechen. „Wenn draußen ein Tisch für mehrere Personen reserviert wurde, es regnet und sie wollen rein, brauche ich zwei Tische nebeneinander“, so Perkovits.

Unsere Stammgäste sagen uns alle, sie freuen sich schon, dass sie wieder kommen können.Miriam Perkovits, Habe D‘Ere

Ähnliche Befürchtungen hegt Mario Trummer vom gleichnamigen Gasthaus in Horitschon mit Zimmervermietung. „Mit Gastgarten und Garten haben wir natürlich sehr viele Plätze, aber bei Schlechtwetter und der derzeitigen Regelung mit zwei Metern Abstand zwischen den Tischen usw. ist das für ein vollgebuchtes Wochenende eigentlich fast nicht zu bewerkstelligen, da dann der Platz im Lokal bald sehr eng wird. Da kann es passieren, dass wir die Gäste zum Frühstück und Abendessen einteilen müssen“, so Trummer. Seit die Öffnungsschritte bekannt geworden sind, werden die Buchungen immer mehr. „Wir gehen von einem guten Sommer mit viel Geschäft aus, da so wie letztes Jahr die Einheimischen wieder auf Urlaub in Österreich setzen werden“, so Trummer.

Bei seinem Wirtkollegen Josef Muschitz aus Markt St. Martin halten sich die Erwartungen hingegen in Grenzen, sollten keine umsetzbaren Lockerungen kommen: „Mit den Reservierungen sieht es nicht so gut aus wie in den vergangenen Jahren. Wahrscheinlich liegt es an der Unsicherheit, die wir alle haben. Welche Auflagen haben wir zu erfüllen? Darf ich eine Hochzeit mit 40, 50, 60 Personen oder nur mit 10 Personen plus Kinder feiern? Darf man ab Juli mit mehr Personen feiern? Kommt der grüne Pass oder muss ich vor jeden Mittagessen einen Test machen? Wir werden wieder eine attraktive Speisekarte gestalten und versuchen so flexibel wie möglich zu sein.“ Sowohl das Lokal als auch den Gastgarten bereitet man im Cafe-Restaurant Waya in Lackenbach vor. Ab Juni soll dann auch die Veranstaltungsreihe „Kultur im Hof“ stattfinden – unter welchen Voraussetzungen ist noch unklar, dennoch gab es schon Reservierungen und sogar einige Jahreskartenkäufe. Auch Tischreservierungen für den 22. Mai liegen bereits vor. „Wir hoffen das Beste und müssen in dieser Situation flexibel sein“, so Betreiberin Maja Pasalic.

Auch beim Restaurant, Weinbar, Café „Liszt am Bach“ in Raiding trudeln schön langsam Reservierungen ein. „Es fehlen uns noch genaue Richtlinien über Sitzplätze, auch bei Feiern wie Taufen oder Geburtstagsfeiern. Es gibt noch viele Fragezeichen“, so Laszlo Kovacs. „Wir müssen positiv denken und hoffen, dass die Gäste genug Verständnis in dieser Situation zeigen.“

Ein weiterer Lockdown wäre ein sehr großes Problem, denn wenn die Lager frisch gefüllt sind und wir wieder schließen müssen, bedeutet das große Verluste. Sandra Panauer, Lutschburger Stubn

Ähnlich ist die Situation auch in der Lutschburger Stubn in Lutzmannsburg. „Es sind schon Anfragen da, aber die Reservierungen laufen noch ein bisschen zaghaft. Das war nach dem letzten Lockdown anfangs auch so. Große Familien- oder Geburtstagsfeier sind jetzt nicht möglich“, so Sandra Panauer von der Lutschburger Stubn. „Wir hoffen, dass sich die Gästezahlen mit der Zeit wieder einpendeln werden. Das Hauptproblem ist jedoch, dass im Innenbereich zwei Meter Abstand bei den Tischen vorhanden sein muss. Dadurch können nicht alle Tische besetzt werden und die Anzahl der Gäste wird stark verringert. Wenn es regnet, fällt außerdem der Gastgarten weg.“ Derzeit bereite man sich auf Hochtouren vor, um alles so sicher wie möglich für die Gäste machen. „Wir werden auf das Vorzeigen der vorgeschriebenen Tests achten. Ich weiß, dass das mühsam ist, aber hoffe, dass die Leute trotzdem testen gehen. Ein Spontanbesuch ist mit der Test-Pflicht leider nicht so leicht möglich.“

Im Gasthaus zur Traube in Neckenmarkt hofft man, dass alles bald zur Normalität übergehen wird und die Leute diszipliniert sind. „Wir sind dabei alles instand zu bringen. Dabei wird man kreativ, weil man viel Zeit zum Nachdenken hatte. Wir haben einen kleinen Shop (Kuchl-Kredenz) mit regionalen Produkten eingerichtet“, so Karina Glatz. „Ausgebucht sind wir zwar nicht, aber man merkt, dass die Leute schon in den Startlöchern stehen und raus wollen. Bezüglich Hochzeiten sind sie noch zaghaft und vorsichtig bei der Planung, weil sich ständig etwas ändert. Man bearbeitet quasi viele Dinge, die sich ständig ändern.“