Lockenhaus

Erstellt am 09. November 2018, 04:00

von Isabella Kuzmits

Erinnern an jüdische Geschichte. Am Sonntag wurde die Gedenkwoche an die jüdische Vergangenheit von Lockenhaus eröffnet.

ember, um 19 Uhr steht imAlten Kloster ein Vortragsabend zum Thema „Erinnerung und Emigration“ über Hollywood-Schauspieler Ludwig Stössel und Janka Baron am Programm.  |  BVZ

Ruth Patzelt, Barbara und Gertraud Horvath sowie Denise Steiger haben Anfang des Jahres das Projekt „1938. 2018. Shalom Nachbar“ ins Leben gerufen. Ziel ist das Gedenken und das „Niemals vergessen“ an Nachbarn, die vor 80 Jahren ihr Zuhause verlassen mussten, weil sie Juden waren. Am vergangenen Sonntag wurde die Gedenkwoche beim restaurierten Mahnmal der Shoa-Opfer eröffnet.

Das Mahnmal am Hauptplatz wurde von Barbara Horvath saniert und um zwei weitere Namen ergänzt.

Des Weiteren kreierten Ruth Patzelt und Barbara Horvath die Kunstinstallation „Mezuzah“, welche die nächsten vier Wochen am Hauptplatz besichtigt werden kann und ein sichtbares Zeichen des Gedenkens und ein Ort des Innehaltens sein soll. Hauptgestaltungselement der Installation sind offene Türrahmen, welche für die fehlenden Wohnungen und verschwundenen „Zugänge“ zu den jüdischen Nachbarn stehen.

„Hier wurde ein Teil der Zeitgeschichte sichtbar und spürbar gemacht“, so Bürgermeister Christian Vlasich. „Wenn wir heute gedenken, sollten wir uns erinnern, dass diese Politik nur möglich war, weil die Mehrheit geschwiegen hat. Um ein menschenverachtendes Regime nie wieder an die Macht kommen zu lassen, müssen wir unsere Stimme erheben, wenn unser Gewissen uns dazu aufruft“, so Gerhard Baumgartner, der Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes in seiner Ansprache am Sonntag. Am Mittwoch, dem 7. Nov-