Bezirk Oberpullendorf baute 2018 Schulden ab. Jeder Mittelburgenländer hatte im Schnitt um 36 Euro weniger Schulden als noch 2017.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 03. Juli 2019 (04:24)
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Die nun präsentierte Gemeindefinanzstatistik 2018 weist für die 28 Gemeinden des Bezirks einen Gesamtschuldenstand von 38,576.975 Euro auf. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl hat jeder Mittelburgenländer 1.021 Euro Schulden – um 36 Euro pro Kopf weniger als noch 2017.

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Die Gemeinde mit dem höchsten Schuldenstand pro Kopf 2018 im Bezirk war Steinberg-Dörfl mit 3.149 Euro, dem gegenüber steht eine freie Finanzspitze von 241 Euro pro Kopf.

„Wir haben in den vergangenen Jahren extrem viel gemacht – unter anderem um drei Millionen das Gemeindezentrum mit Arztpraxis und Cafe. Wir wollen, dass sich Steinberg-Dörfl positiv weiterentwickelt, das geht nur, wenn man in die Zukunft investiert. Wir sind Zuzuggemeinde, weil wir vieles haben, was andere nicht haben“, führt Bürgermeisterin Klaudia Friedl aus. „Trotzdem haben wir einen Soll-Überschuss gehabt.“

„Wir sind eine kleine Gemeinde und haben wenige Abgaben und sind dadurch gezwungen, unsere Budgets wie beschlossen einzuhalten“

Die Gemeinde mit den niedrigsten Schulden pro Kopf ist Kaisersdorf. „Wir sind eine kleine Gemeinde und haben wenige Abgaben und sind dadurch gezwungen, unsere Budgets wie beschlossen einzuhalten“, kommentiert Ortschef Horst Egresich. Kaisersdorf verzeichnete aber wie Lackendorf, Unterfrauenhaid und Kobersdorf 2018 eine negative freie Finanzspitze. In Kobersdorf lag diese bei - 424 Euro pro Kopf.

„Da sind bereits Investitionen für das neue Gemeindehaus wie Planung und erste Umsetzung enthalten. Wenn der Kredit da ist, werden wir wieder unsere ‚normale‘ freie Finanzspitze erreichen“, erklärt Bürgermeister Klaus Schütz. Neutal hingegen darf sich mit 605 Euro pro Kopf über die höchste freie Finanzspitze pro Kopf freuen, hat mit 675 Euro pro Kopf aber auch die höchsten Personalkosten.

„Wir haben hohe Personalkosten, da wir im Bürgerservice und Sozialbereich das Angebot ausgebaut haben, welches man auch betreiben muss – von der gemeindeübergreifenden Kinderkrippe bis zur schulischen Tagesbetreuung“, so Ortschef Erich Trummer.

„Aber auch ein Freibad mit Besucherrekord zu betreiben, bindet das Personal. Durch alle diese Angebote entstehen aber auch Einnahmen, die zu einem hohen Budget und einer freien Finanzspitze führen.“