Neuer Manager für Kammermusikfestival Lockenhaus

Nach dem Abgang von Klara Bernat hat das Festival eine neue Geschäftsführung.

BVZ Redaktion Erstellt am 08. November 2017 | 05:58
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7090366_opu45auftakt_geza_rhomberg1_nancy_horow.jpg
Neuer Geschäftsführer: Géza Rhomberg hat die Agenden von Klara Bernat übernommen.
Foto: BVZ

Géza Rhomberg ist der neue Geschäftsführer des Kammermusikfestes in Lockenhaus. „Ich arbeite seit fast zehn Jahren mit Nicolas Altstaedt in verschiedenen Bereichen gut, vertrauensvoll und erfolgreich zusammen. Nachdem sich Klara Bernat verabschiedet hat, hat Altstaedt mich angefragt, ob ich übernehmen möchte und ich habe jetzt gerne zugesagt“, führt der neue Geschäftsführer aus.

„Hatte selbst unvergessliche Konzerterlebnisse“

Für ein solch weltweit renommiertes Festival zu arbeiten, sei seine Motivation, meint er weiters. „Das Kammermusikfest Lockenhaus ist seit vielen Jahren Kult und wurde nicht umsonst von der New York Times zum Europäischen Kulturerbe ausgerufen und zu einem der weltbesten Festivals gekürt“, führt der neue Geschäftsführer stolz aus. Es gehe um das gemeinschaftliche und reine Erleben von Musik im Kreise gleichgesinnter Musiker und Zuhörer – das sei das Besondere an Lockenhaus.

„Ich hatte selber als junger Geiger zu Zeiten Gidon Kremers in den 90er-Jahren unvergessliche Konzerterlebnisse als Mitglied der Camerata Salzburg in Lockenhaus, so dass ich auch eine langjährige, persönlich emotionelle Verbundenheit zu dem Festival habe“, erinnert er sich. Die Aufgabenbereiche zwischen ihm und dem künstlerischen Leiter Nicolas Altstaedt seien klar definiert. „Nicolas Altstaedt ist für alles Künstlerische zuständig und ich für alles Organisatorische um die künstlerischen Visionen möglich zu machen“, erklärt Rhomberg.

Fest 2018 unter dem Titel „Creatio“

Als Ziele für das Kammermusikfest nennt er längerfristige organisatorische Stabilität. „Außerdem will der Spagat geschafft werden, mit dem speziellen und anspruchsvollen Kammermusikprogramm neues und junges Publikum nach Lockenhaus zu bringen, ohne programmatisch dem allgemeinen Mainstream zu verfallen. Da Lockenhaus atmosphärisch so speziell ist und Nicolas Altstaedt Jahr für Jahr erstklassige Musiker aus aller Welt um sich schart, werden wir Lockenhaus als internationales Mekka der Kammermusik erhalten und weiter ausbauen“, so Géza Rhomberg. Er ist seit 2006 auch Geschäftsführer der Österreichisch-Ungarischen Haydn Philharmonie.

„Die Haydn Philharmonie ist ein Orchester und Lockenhaus ist Kammermusik. Das sind zwei verschiedene Welten die wir auch nicht vermischen wollen. Ob es in der Zukunft Synergieeffekte geben wird oder kann, wird sich mit der Zeit herausstellen. Eine Vermischung ist nicht geplant“, meint er.

Das Kammermusikfest Lockenhaus 2018 wird unter dem Titel „Creatio“ stehen. Die Programmierung sei derzeit voll im Gang, Rhomberg kann aber bereits ein paar Namen verraten: „Die junge Stargeigerin Vilde Frang wird ebenso zu Gast sein wie der Starklarinettist der Berliner Philharmoniker Andreas Ottensamer, Altstaedts Cellokollege Maximilian Hornung oder das mit Preisen überhäufte Heath Quartet aus London.“