Große Suchaktion nach verirrten Pfadfinder-Kids. 108 Einsatzkräfte, 13 Suchhunde und ein Hubschrauber suchten in der Nacht auf Freitag nach einer siebenköpfigen Pfadfindergruppe, die sich am Donnerstag in der Nähe des Geschriebensteins bei Rechnitz (Bezirk Oberwart) verirrt hatte ...

Von Redaktion BVZ.at. Erstellt am 07. Juli 2017 (08:59)
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103 Einsatzkräfte und 18 Suchhunde sowie ein Hubschrauber machten sich in Oberpullendorf auf die Suche nach den Pfadfinder-Kids...
BH Oberpullendorf/Facebook

Die Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten in Oberpullendorf nächst der „Kaisereiche“ ein Lager errichtet und wurden am Donnerstagmorgen mit einem Bus nach Rechnitz gebracht. Gegen 9 Uhr bildeten die Betreuer acht Gruppen, die alleine auf markierten Wegen durch den Wald des Günser Gebirges über den Geschriebenstein von Rechnitz nach Lockenhaus gehen sollten.

Die jungen Pfadfinder waren gut ausgerüstet und hatten unter anderem einen Schlafsack, eine Decke und Reservekleidung bei sich. Ihre Betreuer begaben sich gesondert zur Aussichtswarte des Geschriebensteines, wo an einem Kontrollpunkt ein Treffpunkt mit den einzelnen Gruppen vereinbart war.

Als die Gruppe mit den sieben Kindern (zwei Mädchen, fünf Buben) um 16 Uhr den Treffpunkt noch nicht erreicht hatte, suchten die Verantwortlichen zunächst die Umgebung ab, wobei sie auch in Richtung Rechnitz zurückgingen. Als diese Suche erfolglos blieb, erstatteten sie gegen 21.40 Uhr auf der Bezirksleitstelle in Oberpullendorf Anzeige.

Unter Leitung des Bezirkshauptmanns von Oberpullendorf, Klaus Trummer, wurde sofort eine groß angelegte Suchaktion gestartet – Polizei, Feuerwehr, zwei Förster der Esterházyschen Gutsverwaltung, die Rettungshundebrigade, das Rote Kreuz sowie der Arbeitersamariterbund mit insgesamt 103 Einsatzkräften und 18 Suchhunden waren dabei im Einsatz. Auch ein Hubschrauber des Innenministeriums suchte die Gegend ab.

Aufgrund des unwegsamen Geländes musste man mehrere Einsatzteams bilden, jedes bekam ein ortskundiges Suchorgan zugeteilt. Gegen 5.25 Uhr durchstreifte ein Beamter der Polizeiinspektion Oberpullendorf mit einem Feuerwehrmann der FF Hammerteich ein Waldstück in Hammerteich. In unmittelbarer Nähe der „Blauriegelhütte“ wurden sie auf die Kinder aufmerksam und geleiteten sie zur Burg Lockenhaus, wo man die Pfadfinder vorerst auf Wunsch der Eltern unterbrachte.

Einige Eltern kamen noch während der Nacht nach Lockenhaus und wurden im Feuerwehrhaus – bis zur Auffindung der Kinder – von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. In Absprache mit Eltern und Betreuern wird das „Lagerleben“ weiter fortgesetzt – die Kinder bleiben in Oberpullendorf.

Feuerwehr: Oberbrandinspektor Werner Fasching, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hammerteich., GrInsp Manfred Schmidt, Polizeiinspektion Oberpullendorf
 
LPD Burgenland