Kleines Dorf mit viel Charme. In einem kleinen italienischen Ort namens Montemitro durfte nun die Coffeeshock Company ein Konzert spielen. Für Gitarrist Marco Blascetta ging damit ein Traum in Erfüllung.

Von Kim Roznyak. Erstellt am 17. August 2019 (03:24)
Heizten in Montemitro ein. Marco Blascetta, Mani Bintinger, Andreas Karall, Rafi Stern und Christian De Lellis von der Coffeeshock Company.
BVZ

Einen ganz speziellen Auftritt absolvierte die Coffeeshock Company vergangene Woche. Bandmitglied Marco Blascetta hatte schon immer den Wunsch, in seiner zweiten Heimat Montemitro in Italien — seine Familie väterlicherseits stammt aus dem kleinen 300-Einwohner Dorf — einen Auftritt spielen zu dürfen und dieser ging nun in Erfüllung.

„Es war ein Traum, weil Montemitro eine Heimat für mich ist. Ich habe hier sehr viel Zeit verbracht. Mich bindet viel an diesen Ort, sowohl Familie als auch Freunde. Dieser Ort hat einen magischen Charme und das spürt jeder, der hierher kommt“, schildert Blascetta. Diesen Charme durften nun auch die Bandmitglieder der Coffeeshock Company erfahren. Aufgenommen wurde die Band aufs Allerherzlichste von der Familie Blascetta.

Machten ein Erinnerungsfoto. Lucia Giorgetta (Mitte) freute sich besonders, dass ihr Enkel Marco Blascetta gemeinsam mit seiner Band Coffeeshock Company endlich in ihrer Heimat Montemitro die Bühne rockte. Mit am Foto die weiteren Bandmitglieder Mani Bintinger, Andreas Karall, Rafi Stern und Christian De Lellis.
Roznyak

„Die Erkundungsreise nach Montemitro hat mir besonders gut gefallen, da man eine Region zu sehen bekommt, die man als normaler Tourist nicht unbedingt besuchen würde. Man braucht schon jemanden, der dort lebt oder dort aufgewachsen ist, um zu erfahren, wie speziell die Einwohner von Montemitro bzw. was für ein herzliches Volk sie eigentlich sind“, schildert Sänger Mani Bintinger. Nonna Lucia kochte für die Bandmitglieder auf und nach einer Siesta stand unter anderem ein Stadtrundgang mit Gabriele Blascetta am Programm. Er erzählte mit viel Leidenschaft Wissenswertes über seine Heimat.

„In Montemitro gibt es viele Sachen zu sehen, aber auch zu erleben“, fügt Bintinger hinzu. Montemitro liegt in der Provinz Campobasso in der Region Molise und ist zusammen mit San Felice del Molise und Acquaviva Collecroce eine der drei Gemeinden, in denen Molisekroatisch gesprochen wird.

„Kako je Dobar“ erklang und alle sangen mit

Und in Montemitro gibt es nur eine Bar, wo tagtäglich die gesamte Bevölkerung zusammenkommt und über diese Bar schrieb Blascetta den Coffee-shock Company-Song „Kako je Dobar“. Diesen einen speziellen Song in Montemitro zu spielen war für Blascetta ein Wahnsinn. „Die Leute sangen den Text mit, jeder kennt das Lied in Montemitro. Die ganzen Persönlichkeiten, welche im Song vorkommen, standen dieses Mal im Publikum und es ist ein Text über diese Ortschaft und fangt ganz viel von der Stimmung ein, die man hier so spürt“, fügte Blascetta hinzu. Dobar ist auf Deutsch „Die gute Bar“ und im Refrain wird gesungen, wie gut der Kaffee und die Bar in Montemitro sind.

„In den Strophen kommen ganz viele Situationen und Begebenheiten, die in der Ortschaft passieren, vor. Die Leute in Montemitro haben kein Wort für Kroatisch. Sie sagen ‚Na-našo — Auf unsere Art, also sie sprechen auf ihre Art‘“, erklärt Blascetta. Die gesamte Familie Blascetta, aber auch Nonna Lucia mit ihren 87 Jahren sangen laut bei „Kako je Dobar“ mit. Bereits vor drei Jahren reiste sie extra von Italien nach Großwarasdorf zur Croatisada, um Marco auf der Bühne performen zu sehen.