Ökostrom: Prüfung von 103 Hektar in Frankenau

Der Gemeinderat stimmte mit 10 zu 9 Stimmen ei- ner Zonierung von Windkraft- und Photovoltaikflächen auf 103 Hektar zu.

Erstellt am 07. Oktober 2021 | 05:55
Photovoltaik
Symbolbild
Foto: Diyana Dimitrova/Shutterstock.com

Der Gemeinderat befasste sich bei seiner Sitzung am Dienstag der Vorwoche unter anderem mit dem Punkt „Grundsatzbeschluss für die Zonierung von Windkraft- und Photovoltaikflächen in der Gemeinde“. „Die Energie Burgenland ist an die Gemeinde herangetreten, eine Zonierung von Windkraft- und Photovoltaikflächen zu beschließen. Dabei soll die Eignung dieser Flächen durch eine Umweltverträglichkeitsprüfung bis 2024 festgestellt werden“, erläuterte Bürgermeisterin Angelika Mileder (ÖVP).

Laut Mileder hätte die katholische Kirche Interesse 18 Hektar sowie die Esterhazy Betriebe 72 Hektar für erneuerbare Energie zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich gibt es private Grundbesitzer, die weitere 13 Hektar zur Verfügung stellen könnten. „Private Grundbesitzer würden 3.000 Euro pro Hektar und Jahr erhalten. Die Gemeinde würde bei 60 Megawatt, die maximal möglich wären, 20.000 Euro als Gemeindeabgabe pauschal im Jahr erhalten“, informierte Mileder.

ÖVP-Gemeinderat Vinzenz Mörk meinte daraufhin, dass zuerst die Dachflächen in den Gemeinden mit Photovoltaik ausgestattet werden sollten, bevor man Grünland dafür verwendet. „Außerdem sollten die Beträge für Gemeinde und private Grundbesitzer gleich aufgeteilt werden“, so Mörk. Kritik gab es auch von Grüne-Ersatz-Gemeinderat Erwin Schattovich: „Wir sollten uns bewusst sein, was wir hinstellen lassen. Eine derart große Photovoltaikanlage würde das Ortsbild zerstören“, so Schattovich.

Vizebürgermeister Stefan Nemeth (ÖVP) erklärte, dass man mit dem Grundsatzbeschluss lediglich einer Zonierung zustimmt. „Dabei wird geprüft, was möglich wäre. Ob wir die Flächen dann wirklich umwidmen, bleibt uns überlassen“.

Man einigte sich, dass bei positiver Eignung mittels Bürgerbefragung die Zustimmung einer Widmung eingeholt wird.

Dem Grundsatzbeschluss wurde mit zehn Ja- (4 SPÖ, 6 ÖVP), acht Nein-Stimmen (1 Grüne, 2 SPÖ, 5 ÖVP) und einer Stimmenthaltung (ÖVP) knapp zugestimmt.