Biker lieferten 6.050 Euro und Spielzeug-Berg. Die sozialpädagogische Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche (WoGe JuKi) freute sich über eine tolle Spende.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 22. Juni 2018 (03:00)
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WoGe JuKi Horitschon
Spendenübergabe. Soziallandesrat Norbert Darabos, Initiator Ernst Graft, Pädagogische Leiterin Conny Stifter, Betreiberin Nicole Wallner-Wessely mit ihren Kindern Ina und Ben sowie Landtagsabgeordneter Peter Heger.
BVZ

Wenn es von über 500 Bikern Standing Ovations von einigen Kindern gibt, dann ist das das gute Werk von Ernstl Graft. Graft, der 20 Jahre lang den sogenannten Toy Run organisiert hatte, lädt nun schon seit einigen Jahren zur Kaffeefahrt am dritten Sonntag im Juni.

539 Motorräder brachten Spielsachen

Am Sonntag starteten 539 Motorräder bei der Shopping City und kamen vollbepackt mit Spielsachen nach Horitschon, die sie den Kindern und Jugendlichen der WoGe-Juki (Sozialpädagogische Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche) schenkten. Außerdem überreichte Ernstl Graft im Namen der Biker einen Spendenbetrag von 6.050 Euro, mit dem sich die Wohngemeinschafts-Familie einen Urlaub gönnen möchte.

Seit dem Jahr 2012 besteht die WoGe JuKi in Horitschon und bietet Platz für fünfzehn Kinder für eine Langzeitunterbringung, das heißt, dass die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit haben, bis zur Volljährigkeit in der Wohngemeinschaft zu leben. Um noch mehr Bindung zu schaffen, sind jedem Pädagogen Bezugskinder zugeteilt. „Das Leben in der Wohngemeinschaft ist nicht anders als zu Hause, allerdings mit vielen Geschwistern und Betreuern, die wechseln“, so Betreiberin Nicole Wallner-Wessely.

Kids präsentierten Tanzvorführung

Für ihre Großzügigkeit bedankten sich die Kids bei den Bikern mit einer Tanzvorführung von „Achy, Breaky Heart“ und dem Lied „An Tagen wie diesen“, was mit frenetischem Beifall und Zugabe-Rufen quittiert wurde. Ernstl Graft fand treffende Worte für die besondere Atmosphäre dieses Nachtmittags: „Man kann einem Menschen alles Materielle wegnehmen, aber die eineinhalb Stunden Anerkennung, die ihr geschenkt habt und die Erinnerung an diesen Tag, kann den Kindern keiner wegnehmen und das finde ich megageil.“