Trotz Coronakrise „keine einzige Kündigung“ bei Leier

Die Leier-Firmengruppe beschäftigt in sieben Ländern an 42 Standorten 2.700 Mitarbeiter – überall wird produziert.

Erstellt am 25. April 2020 | 06:36
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Geschäftsführer Anton Putz: „Wir haben auch aus sozialer Verantwortung keinen unserer Mitarbeiter gekündigt.“
Foto: BVZ

„Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir überall produzieren können, keinen Stillstand haben und keinen einzigen Mitarbeiter gekündigt haben“, berichtet Anton Putz, Geschäftsführer der Leier-Firmengruppe. Diese beschäftigt in sieben Ländern an 42 Standorten etwa 2.700 Mitarbeiter.

„Österreich war und ist in der Bewältigung für viele Länder ein Vorbild“ Anton Putz

Auf die Frage, mit welchen unterschiedlichen Herausforderungen man sich an diesen Standorten durch den Umgang der dortigen Regierungen mit Corona konfrontiert sieht, meint Putz: „Corona ist für alle eine Herausforderung, weil man für diese Pandemie keine fertigen Lösungskonzepte im Schreibtisch liegen hat. Österreich war und ist in der Bewältigung für viele Länder ein Vorbild und daher wurde von anderen Staaten vieles so umgesetzt wie in Österreich. Dadurch sind die Unterschiede nicht gravierend. Ein Problem stellt allerdings die unterschiedliche Vorgehensweise an den Grenzen dar. Dadurch kommt es oft zu langen, unerklärlichen Wartezeiten, die Transporte und Termine oft unplanbar machen.“

Hohe Umsatzeinbußen befürchtet man nicht, da die Bauwirtschaft als Motor der Wirtschaft nie stillgestanden sei. „Ich glaube, dass das eine gute Entscheidung war, auch um vielen Menschen weiter Arbeit zu geben und unter Rücksicht auf alle Gesundheitsaspekte und Vorschriften doch einen Teil der Wertschöpfungskette aufrecht zu erhalten“, so Putz. „Falls sich die sich abzeichnende positive Entwicklung fortsetzt, gehen wir davon aus, dass wir kaum Umsatzrückgänge haben werden.“

Dann werde auch kaum Kurzarbeit nötig sein. „Die Kurzarbeit ist ein gutes Instrument gegen Arbeitslosigkeit. Auch wir haben auf Empfehlung des AMS Mitarbeiter vorsorglich zur Kurzarbeit angemeldet, da es vor allem zu Beginn der Corona-Thematik viel Unsicherheit gegeben hat. Wenn sich die gute Entwicklung fortsetzt, sind wir guter Dinge, dass wir sehr wenig davon in Anspruch nehmen müssen.“

Oberste Priorität hat fürs Unternehmen die Gesundheit von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten. „Wir haben alle von der Regierung vorgegebenen Maßnahmen auch umgesetzt und unsere Mitarbeiter dahingehend immer informiert. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Mitmenschen ist doch das Wichtigste, nicht nur in dieser Situation. Wir möchten auch künftig alles tun, damit das Corona-Virus besiegt wird und die Wirtschaft – die Grundlage für das Wohlergehen der Familien ist – in Schwung bleibt.“