Neutal

Erstellt am 16. März 2019, 04:57

von Elisabeth Tritremmel

Frauen in die Technik. Um Interesse für technische Berufe bei Frauen zu wecken, fand am Donnerstag zum ersten Mal ein Aktionstag statt. Auch das BUZ Neutal beteiligte sich.

In der Werkstatt. Doris Horvath, Geschäftsführerin der Frauenberatungsstelle und des Frauenberufszentrums Oberpullendorf, AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl, BUZ-Geschäftsführer Christian Vlasich und Renate Vouillarmet-Winkler, Gleichstellungsbeauftragte des AMS, schauten im Rahmen des Infotages auch Katja Herzog über die Schulter.  |  BVZ

Zum ersten Mal fand im Burgenland ein FiT (Frauen in die Technik)-Aktionstag des Arbeitsmarktservice (AMS) statt. Standorte waren dabei das BUZ (Burgenländisches Schulungszentrum) in Neutal, das Holzausbildungszentrum Güssing, Jugend am Werk in Rotenturm und das Metallausbildungszentrum in Großpetersdorf.

AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl meinte zu den Teilnehmerinnen in Neutal: „Ich bin überzeugt, dass das FIT-Ausbildungsprogramm ihnen nicht nur beruflich, sondern auch persönlich etwas bringt. Frauen haben auch technisches Talent, nicht nur Männer. Hier können sie heute in die technischen Berufe hineinschnuppern.“

„Wir begleiten das Programm ‚Frauen in die Technik’ seit Anfang an und wir begleiten auch die Frauen, die eine solche Ausbildung machen."

Auch Doris Horvath, Geschäftsführerin der Frauenberatungsstelle und des Frauenberufszentrums Oberpullendorf, meinte im Rahmen des Infotages: „Wir begleiten das Programm ‚Frauen in die Technik’ seit Anfang an und wir begleiten auch die Frauen, die eine solche Ausbildung machen. Wir machen auch Werbung für das FiT-Programm. Im Bezirk Oberpullendorf haben wir das große Glück, dass wir das BUZ haben, in dem es hier viele Möglichkeiten gibt, man kann viel ausprobieren und die Frauen können in die Berufe hineinschnuppern. “

Sie bedankte sich auch für die Kooperation mit dem Burgenländischen Schulungszentrum. Dessen Geschäftsführer Christian Vlasich betonte: „Männer können schon lange nicht mehr alles leisten, was der Arbeitsmarkt braucht. Der Arbeitsmarkt braucht Facharbeiter und vor allem auch Facharbeiterinnen.“

„Männer können schon lange nicht mehr alles leisten, was der Arbeitsmarkt braucht"

Derzeit liege die Frauen-Quote im BUZ bei den Facharbeiterausbildungen etwa bei 30 Prozent, das Ziel wäre, diese auf 50 Prozent zu erhöhen. Auch deshalb beteilige man sich an Aktionstagen wie jenem am Donnerstag, führte Christian Vlasich aus.

Nach dem Infotag hatten die Teilnehmerinnen auch die Möglichkeit, sich in Workshops spezielle Berufe anzusehen und auch bereits kleine Werkstücke anzufertigen. „Heute haben sie auch die Möglichkeit, mit Frauen zu sprechen, die eine solche Ausbildung machen“, meinte Helene Sengstbratl. Eine dieser Frauen ist Katja Herzog aus Hirm, sie macht im kommenden Sommer ihren Abschluss als Metallbau- und Maschinenbautechniker im BUZ. Sie hat vor dieser Ausbildung in einer Bank gearbeitet und ihre Karenz bzw. eine Umstrukturierung in der Bank dafür genutzt, mit der Ausbildung in Neutal zu beginnen.

„Ich habe das gemacht, was ich eigentlich immer machen wollte“, meint sie. Interesse an technischen Dinge habe sie schon immer gehabt, erzählt Herzog. „Im BUZ habe ich dann gemerkt, wie vielfältig es ist, mit dem Werkstoff Metall zu arbeiten.“