Baumschnitt scheidet Geister. Naturschützer spricht von Entfernung seltenen Baumbestandes, Esterházy von einer Verjüngung des Waldbestandes.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Januar 2018 (06:00)
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In Kalkgruben haben Baumschlägerungsarbeiten stattgefunden. Kritik daran übt Manfred Fiala vom Naturschutzbund Burgenland.

„Seit vielen Jahren war dieser Wald und vor allem dieser Spechtgraben für mich ein Ort der Erholung, ein Rückzugsgebiet, das mich immer wieder aufgebaut und mir Kraft gegeben hat — alleine durch die Rufe und Sichtungen der Schwarz-, Grün- und Buntspechte sowie Hohltauben. Mir geht es um die Erhaltung der letzten schönen Naturwaldstellen“, so Fiala. Laut Fiala wurde mit den Schlägerungsarbeiten ein seltener Baumbestand entfernt.

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"Flächendeckende Verjüngung des Waldes"

Seitens Esterházy heißt es hingegen, dass es sich in Kalkgruben, um eine ganz normale forstliche Maßnahme handelte. „Hier wurde eine flächige Verjüngung des Waldes durchgeführt, welche zu den Aufgaben eines Forstbetriebes gehört. Ein Vogelkundler hat uns vor den Arbeiten beraten, wir haben noch genug Flächen für den Naturschutz“, heißt es seitens Esterházy.