„Bananenrepublik“-Fahne sorgt für Wirbel

Erstellt am 25. November 2016 | 06:00
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_6765778_opu47li_kob_bananenfahne.jpg
„Bananenrepublik-Fahne“: In Kobersdorf hängt diese seit der Vorwoche.
Foto: BVZ
Baumeisterin hängte die Fahne des Künstlers Manfred Kiwek auf, für sie handelt es sich um ein Kunstprojekt.
Werbung
Anzeige

Baumeisterin Andrea Reitter hisste in der Vorwoche die „Bananenrepublik-Fahne“. Die Fahne wurde von Künstler Manfred Kiwek gestaltet und zeigt drei Bundesadler, die statt Sichel und Hammer Bananen in den Krallen halten. Die Fahne wurde vor Kurzem von einem Salzburger Baumeister gehisst. Dadurch erfuhr auch Andrea Reitter aus Kobersdorf von der Aktion.

„Landespolizei prüft den Sachverhalt“

„Es ist ein Kunstprojekt, ich habe damit den Künstler unterstützt und ein Stück Stoff aufgehängt, das ein Zeichen setzt“, so Reitter. Für sie gibt es keinen politischen oder parteipolitischen Hintergrund. Sie betont, dass man – wie etwa auch die bekannten ironischen Karikaturen von Baumeister Gustav Peichl – mit einer witzigen Sache mehr erreiche. „Wir sind in einem Staat, der lebenswert ist, aber es gibt Verbesserungspotenzial“, so Reitter über ihre Motivation.

Am Vormittag habe man die Fahne aufgehängt, am späten Nachmittag stand die Polizei vor der Tür. Bezirkspolizeikommandant Werner Omischl meint dazu: „Es wurde angezeigt, dass diese Fahne dort hängt. Beamte aus Kobersdorf waren vor Ort, sie haben mit Andrea Reitter gesprochen. Sie hat angegeben, dass sie es als künstlerisches Werk sieht und einen Künstler unterstützt. Die Sachlage wurde nun an die Landespolizei weitergeleitet, diese prüft den Sachverhalt.“

Auch bei der Bezirkshauptmannschaft ist man derzeit dabei, die Causa zu prüfen. Bezirkshauptmann Klaus Trummer meint auf Anfrage der BVZ : „Man muss sich alle Fakten genau ansehen, und etwa auch das Recht auf Meinungsfreiheit und Freiheit der Kunst berücksichtigen“, so Trummer. Reitter meint: „Wenn die Bezirkshauptmannschaft befindet, dass wir etwas Unrechtes getan haben, werden wir uns dem stellen.“

Werbung