Nazi-Posting: FPÖ-Kandidatin zeigt Hackerattacke an.

Von BVZ Redaktion. Update am 29. September 2017 (12:52)
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APA

Wie der Standard berichtet, soll sich auf dem Facebook-Profil einer FPÖ-Kandidatin aus Kobersdorf ein Nazi-Zitat befunden haben. Auf dem Facebookprofil der Frau soll als "Lieblingszitat" der nationalsozialistische Slogan "ein Volk ein Reich ein Führer"  aufgeschienen sein.

FPÖ-Landesparteisekretär Christian Ries meint dazu auf Anfrage der BVZ: „Wir haben mit  ihr gesprochen und hat sie uns versichert, dass sie das nicht geschrieben hat. Und ich glaube ihr das.“ Es könne sich um einen Hackerangriff handeln, mutmaßt Ries.

Und auch wenn sie sich bei einem Computer nicht ausgeloggt habe, könne jemand anders dies geschrieben haben. „Ich hoffe, dass sich das schnell aufklären lässt“, so Ries.

"Gezielter Angriff": Betroffene erstattete Anzeige

Die Betroffene sagt dazu im Gespräch mit der BVZ: "Ich habe selbst erst durch Dritte von diesem "Zitat" gehört und habe von diesem nichts gewusst, geschweige denn dieses ins Facebook gestellt. Ich möchte hier mit aller Klarheit feststellen, dass ich in keiner Weise auch nur im Ansatz dieses Gedankengut gut heiße oder gar verherrliche - im Gegenteil, ich lehne dies vehement ab und distanziere mich entschieden von diesem. Ja, ich habe bis gestern nicht einmal von diesen Zitat gehört oder gewusst!"

Sie habe sofort eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet, da es sich hier um einen "gezielten Angriff auf ihre Seite" handle. Die rechtlichen Schritte wurden daraufhin umgehend eingeleitet: "Ich hoffe, dass sich durch diesen kriminellen "Hacker-Angriff" niemand beleidigt oder gar angegriffen gefühlt hat, mir persönlich tut dies alles natürlich sehr leid. Aber mich trifft hier keinerlei Schuld und ich betone nochmals, dass ich jegliche Verherrlichung oder Hetze dieses abscheulichen Regimes absolut ablehne!"