Hopfen, Malz und Berufsschule. Martin Hupfer ist seit ein paar Monaten Lehrling beim Kobersdorfer Schlossbräu.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. April 2018 (05:30)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Im Sudhaus: Peter Döllinger ist stolz auf seinen Lehrling Martin Hupfer. „Die Qualität des Bieres legt man im Sudhaus fest“, erzählt der Braumeister. Im Jahr 2017 wurden 800 Hektolikter „Kobersdorfer Schlossbräu“ gebraut.
BVZ

Einen nicht ganz alltäglichen Lehrberuf hat Martin Hupfer ergriffen. Seit Oktober ist er bei Peter Döllinger vom Kobersdorfer Schlossbräu in der Lehre. „Er ist der erste Lehrling, der bei uns ausgebildet wird und auch der einzige Brauerlehrling im Burgenland“, führt Peter Döllinger aus. Die Lehrzeit beträgt 3 Jahre, jedes Jahr gibt es in Österreich 20 bis 25 Lehrlinge. „Zum Ausbilden muss man selbst Braumeister sein – man muss ja auch etwas vermitteln können“, erzählt Döllinger weiter.

„Es erfordert viel Denkarbeit“

Martin Hupfer erklärt: „Interessiert hat mich das Brauen schon immer, dann habe ich meine Freundin Barbara Döllinger kennengelernt und das hat sich dann so ergeben.“

Der 27-Jährige stammt aus dem Bezirk Oberwart und ist eigentlich ausgebildeter Krankenpfleger. „Brauer ist ein abwechslungsreicher Beruf und erfordert viel Denkarbeit“, führt er aus. Auch das Ausliefern und Reinigen der Geräte gehört zum Beruf. Seit ein paar Wochen darf Hupfer allein Bier brauen. „In letzter Zeit habe ich vor allem gebraut. So ein Prozess dauert etwa acht Stunden“, erzählt er. „Inzwischen ist es mir das Liebste, wenn man am Schluss das Bier ansieht und man sich denkt: das habe ich gemacht.“