Initiative fordert: Verkehrsfreie Zone vor Schule?. In Kobersdorf formierte sich eine Initiative, die sich verkehrsberuhigte Zonen wünscht. Es werden auch Unterschriften gesammelt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 03. Juni 2021 (04:08)
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Vertreter der Initiative „Kindersichere Gemeinde“ waren am Montag bei der Gemeinderatssitzung, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

„Unsere Kinder und andere schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer müssen sicher durch die Ortschaft in die Schule und gesund wieder nach Hause gelangen können. Verkehrsberuhigte Zonen, wo sie sinnvoll sind, müssen erschlossen werden und damit zur Sicherheit beitragen“, heißt es von der Initiative.

Etwa 300 Unterschriften hat man bereits gesammelt. „Wir haben viele Ideen und Projekte zusammengetragen“, so Unternehmensberaterin Natascha Thurner. Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, etliche hätten auch gesagt, dass es für die Kinder derzeit zu gefährlich sei.

Begegnungszone und Wohnstraße

Die Initiative machte den Vorschlag, die Inselgasse zur Wohnstraße zu erklären sowie die Badgasse zur Begegnungszone. Außerdem sollen Verkehrstafeln „Schulweg“ aufgestellt werden, um auch ortsunkundige Lenker darauf aufmerksam zu machen.

Verkehrsfreie Zone vor Schule

Langfristiges Ziel der Initiative wäre es, den Bereich um die Schule zur verkehrsfreien Zone zu machen. „Das würde nur zwei Gassen betreffen und wäre keine weiträumige Abriegelung der Ortschaft“, so Margarita Merth-Eise, Landschaftsarchitektin bzw. –planerin.

Lehrer und Nutzfahrzeuge sollten weiterhin zufahren können. Ein ähnliches Projekt der Volksschule hätte es bereits mit der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) gegeben, dies wurde aber nicht umgesetzt. Die Schulkinder könnten etwa beim neu entstehenden Parkplatz bei der Synagoge ein- und aussteigen und dann zu Fuß in die Schule gehen.

Begegnungszone auch bei Wohnhausanlage

Auch beim Wiesengrund, wo eine Wohnhausanlage entsteht, würde man sich eine Begegnungszone wünschen.Bürgermeister Klaus Schütz (SPÖ) meinte, dass man diese Themen mit einem Verkehrssachverständigen durchgehen werde.

„Ganz wichtig ist aber auch, dass die Eltern hier mit eingebunden werden und das dann auch mittragen“, so Bürgermeister Schütz. Ob man den Parkplatz bei der Kobersdorfer Synagoge mitbenutzen dürfe, müsse erst abgeklärt werden, so der Bürgermeister.
Auch Vizebürgermeister Johann Oberhofer (ÖVP) meinte, dass Prävention in punkto Verkehrssicherheit ganz wichtig sei. „Die Eltern, aber auch wir alle, haben hier eine Vorbildfunktion“, meinte er.

Arbeitsgruppe sollentstehen

Nun soll eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern der Initiative „Kindersichere Gemeinde“ und Mitgliedern des Gemeinderats aus allen Ortsteilen gegründet werden. Auch der Verkehrssachverständige soll hier eingebunden werden, führte der Kobersdorfer Bürgermeister Klaus Schütz aus.