Wird 100-jährige Linde gefällt? Disput um Baum. Schlägerung geplant 100-jährige Linde hätte gefällt werden sollen, es gab Widerstand. Nun soll „Baumdoktor“ Stellungnahme abgeben.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 14. Oktober 2016 (13:12)
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Der Baum des Anstoßes: Die geplante Schlägerung der 100-jährigen Linde vor dem Kobersdorfer Pfarrhof sorgte in den vergangenen Tagen für Aufregung.
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Die geplante Schlägerung einer 100-jährigen Linde auf öffentlichem Grund vor dem katholischen Pfarrhof sorgte in Kobersdorf in den vergangenen Tagen für Aufregung. Eigentlich hätte der Baum am Samstag auf Anweisung von Bürgermeister Klaus Schütz (SPÖ) geschlägert werden sollen. Vonseiten der Fraktionen Zukunft Dorf und ÖVP gab es massiven Widerstand dagegen.

Stellungnahme wird nun eingeholt

Die Linde wird nun durch einen Baumdoktor begutachtet, so Schütz. „Dieser soll eine schriftliche Stellungnahme abgeben, wie der Zustand der Linde ist. „Diese Stellungnahme werden wir dann im Gemeindevorstand besprechen und auch die Bevölkerung informieren“, so Schütz.

Falls der Baum kaputt sein sollte, wird er umgeschnitten, falls der Fachmann meint, dass der Baum nochmals austreiben könne, dann bleibt er zumindest bis zum Frühjahr stehen, führt der Kobersdorfer Bürgermeister weiter aus.

Vizebürgermeisterin Martina Pauer (ÖVP) verweist auf eine Expertenmeinung, die eingeholt wurde. „Wenn ein Fachmann sagt, dass man noch ein halbes Jahr warten soll, dann sollte man diese Expertise anhören. Dieser 100-jährige Baum hat sich eine zweite Chance verdient. Wenn der Baum kaputt ist und wider Erwarten nicht austreibt, dann muss er umgeschnitten werden.“

„Bei Sturm keine Äste heruntergefallen“

Auch die Fraktion Zukunft Dorf hat sich für die Erhaltung der Linde eingesetzt. Gemeindevorstand Günther Pauer meint auf Anfrage der BVZ: „Wenn er im Frühjahr austreibt, dann hat der Baum gewonnen. Ein Förster hat gesagt, dass der Baum durch Trockenheit und Frost gelitten hat, aber er nicht kaputt ist. Auch beim Sturm zuletzt ist kein Ast heruntergefallen“, so Pauer.

Man habe auch aus der Bevölkerung sehr viel Zuspruch bekommen, den Baum zu erhalten.