A3: Aus fürs Projekt, aber nicht für Verkehr

Über die Sorgen im Mittelburgenland nach dem Nein zum A3-Lückenschluss.

Michaela Grabner
Michaela Grabner Erstellt am 12. August 2021 | 03:15

Erst in den vergangenen beiden Wochen haben sich die Gemeinden Großwarasdorf und Lackenbach der Petition zum Ausbau der A3 bis zur Staatsgrenze angeschlossen, die auch schon die Gemeinderäte von Deutschkreutz, Neckenmarkt, Horitschon und Nikitsch beschlossen hatten. Konkret wurde ein Lückenschluss zwischen der A3 in Wulkaprodersdorf und der im Bau befindlichen Umfahrung von Sopron (M85), die bis 2024 fertiggestellt wird und an der Grenze bei Klingenbach endet, gefordert. Doch am Montag hat die zuständige Ministerin Leonore Gewessler diesem Projekt eine Absage erteilt.

Damit platzt nicht nur der mittelburgenländische Traum von einer durchgängigen Autobahnverbindung Richtung Eisenstadt und Wien und damit einer schnelleren Erreichbarkeit dieser Ballungszentren für Pendler bzw. des Mittelburgenlandes für Touristen. Was in der Region bleibt, ist auch die Sorge, dass die B62 von Deutschkreutz über Horitschon und Lackenbach zur S31 oder der Weg über Harkau und Neckenmarkt zur alternativen Verkehrsroute wird. Denn eins kann man nicht in Abrede stellen: Nur weil die M85 bei Klingenbach endet, wird dort nicht Endstation für alle ihre Nutzer sein.