Alles eine Geldfrage. Über die Errichtung eines Bakomats durch die Gemeinde.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 14. Mai 2020 (03:08)

Seit Anfang Dezember kann man in Steinberg-Dörfl keine Bargeldbehebungen mehr durchführen. Die Gemeinde teilt dieses Schicksal mit einigen anderen, die damals durch die Schließung ihrer Bankfiliale auch den dort befindlichen Bankomaten verloren haben. Wie schon in Stoob hat sich nun auch in Steinberg-Dörfl der Gemeinderat dazu entschlossen, den Bürgern dieses Service künftig wieder zur Verfügung zu stellen und ihnen damit ein Stück Infrastruktur zurückzugeben. Dies lässt man sich auch etwas kosten, denn die Gemeinde muss, so das Minimum der erforderlichen Transaktionen – nämlich 2.500 pro Monat – nicht erreicht wird an den Bankomatbetreiber ein Ausgleichsentgelt pro „fehlender“ Transaktion bezahlen.

Die Lage des Bankomats im Gemeindezentrum ist für das Potenzial an „Laufkundschaft“ sicher von Vorteil, weil man sich unmittelbar neben Arzt, Café und Schule sowie an der Durchzugsstraße befindet. Und die Kundenfrequenz wird auch entscheidend sein, denn je weniger Transaktionen, umso höher die Kosten der Gemeinde für dieses Service. Wenn dieses allerdings nicht auch in einem entsprechenden Ausmaß genutzt werden sollte, wird sich zwangsläufig die Frage stellen, wie lange man sich dieses leisten will oder können wird – alles eine Geldfrage.