Anrainer dürfen nicht auf Strecke bleiben. Michaela Grabner über eine Anzeige bei der Behörde betrefffend Bahnlärm.

Von Michaela Grabner. Update am 06. Juli 2018 (08:23)

Die Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft wegen gesundheitsgefährdendem Lärm und Umweltbelastung durch die Klimaanlagen bzw. Heizungen von abgestellten Waggons ist die derzeit letzte Aktion in einer Reihe von Initiativen, die die Bahnanrainer in Deutschkreutz in den vergangenen Jahren gesetzt haben.

2005 haben einige von ihnen erstmals öffentlich auf ihr Anliegen hingewiesen, 2007 folgte eine Unterschriftenaktion, selbst Demos und Gleissperren wurden bei Pendlerstammtischen von einzelnen Betroffenen bereits angedroht. Dass die Bahn für viele Pendler ein wichtiges Verkehrsmittel ist, um rasch und bequem an ihren Arbeitsplatz zu kommen, ist unbestritten. Dass die Pendler, wenn sie schon weite Strecken zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen müssen, größtmöglichen Komfort genießen können sollen ebenso.

Dazu gehören im Winter geheizte und im Sommer gekühlte Waggons. Der Komfort der einen darf aber nicht zu Lasten der anderen gehen. Nach zehn Jahren ist es höchst an der Zeit, gemeinsam Nägel mit Köpfen hinsichtlich einer für alle verträglichen Lösung zu machen, bei der auch die Anrainer nicht auf der Strecke bleiben.