Aus Sicht der Mitte sieht‘s anders aus. Über die Petition zur A3-Verlängerung.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 17. Juni 2021 (02:43)

Im Norden des Landes wird seit Jahren gegen eine Verlängerung der A3 in Richtung ungarischer Grenze gekämpft, aus der Landesmitte kommt nun aber die genau gegenteilige Forderung, nämlich nach einem Lückenschluss zwischen A3 und der im Bau befindlichen Umfahrung von Sopron (M85), die bis 2024 fertiggestellt wird. Während eine Bürgerinitiative aus dem Norden dafür eintrat, den Abschnitt zwischen Wulkaprodersdorf und der Grenze aus dem Bundesstraßengesetz zu nehmen, wozu der Landtag schließlich am 16. April 2020 zustimmte, fordert nun eine Petition der Marktgemeinde Neckenmarkt die Landesregierung auf, diesen Entschließungsantrag wieder zu revidieren und sich beim Bund für eine rasche Planung und Umsetzung zu verwenden.

Der Petition an Land und Bund werden sich wohl auch benachbarte Gemeinden von Neckenmarkt anschließen. Durch eine durchgängige Autobahnverbindung und die damit verbundene schnellere Erreichbarkeit der Landeshauptstadt und des Ballungsraums Wien sieht man eine höhere Attraktivität des östlichen Mittelburgenlandes gegeben sowohl für Betriebsansiedelungen als auch für Pendler und Touristen und nicht zuletzt hinsichtlich eines Zuzugs in die Region – Argumente, über die man nicht einfach so drüberfahren kann.