Das bessere „Produkt“ siegt. Michaela Grabner über einen generell fairen Wahlkampf.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 20. September 2017 (05:40)

Wenn am 22. September der erste Wahltag zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl über die Bühne geht, befinden sich die Wahlkämpfer im Zielsprint. So kurz vor Ende des Wahlkampfes kann man feststellen, dass zumindest im Mittelburgenland richtig harte Töne ausgeblieben sind.

Wenn Kritik geübt wird, dann zumeist sachlich und konstruktiv. Die Bevölkerung schätzt gerade auf Gemeindeebene Zusammenarbeit. Hier geht es in erster Linie nicht um Parteien, sondern um Personen und Themen. Dass dies auch von den Politikern so gesehen wird, zeigt die Tatsache, dass der Großanteil der Beschlüsse in den Gemeinderäten der 28 mittelburgenländischen Gemeinden einstimmig gefasst wird.

Und Gleiches gilt auch für den Wahlkampf: Offensichtlich sind sich viele Politiker bewusst, dass man mit guten Ideen viel überzeugender wirkt als durch Anpatzen des Gegners, was schon insofern vom Wähler nicht goutiert wird, weil er diesen auch als Nachbarn, Vereinskollegen, etc. kennt. Ein Spitzenkandidat des Bezirks hat es treffend formuliert: Wenn Betriebe um einen Auftrag konkurrieren, reden sie auch nicht die Mitbewerber schlecht, sondern bewerben ihre Produkte. Das Gleiche sollte die Politik tun.