Das Volk hat gesprochen. Kim Roznyak über die Volksabstimmung zur Leichenhalle in Ritzing.

Von Kim Roznyak. Erstellt am 01. Februar 2017 (08:56)

Volksabstimmungen sind an sich ein wichtiges Instrument der Demokratie. Bürger sollen und haben auch ein Recht darauf, bei wichtigen Fragen Gehör zu finden.

Am vergangenen Sonntag waren die Bürger von Ritzing dazu aufgerufen, an die Urne zu schreiten. Grund dafür war der geplante Zubau der Leichenhalle, über den sich die drei Gemeinderatsfraktionen nicht einigen konnten.

ÖVP und Liste für Ritzing waren für einen Zubau, da ihrer Meinung nach nicht alle Trauergäste bei Begräbnissen Platz fanden. Die SPÖ hingegen plädierte dafür, dass die Kosten für den Zubau zu hoch wären und die günstigere Variante, ein Windfang, durchaus ausreichend sei.

Nun haben die Ritzinger eine (knappe) Entscheidung getroffen. 307 Personen stimmten für den Zubau der Leichenhalle, 278 Personen waren jedoch anderer Meinung. Volksvertreter sind schon dem Wortsinn nach dazu da das Volk zu vertreten. Dazu wurden sie schließlich von der Bevölkerung gewählt.

Es ist sinnvoll die Bevölkerung zur Urne zu bitten, wenn es ums „Eingemachte“ geht. Es ist aber wohl nicht im Sinne des Erfinders, das Volk zu jedem geplanten Projekt zu befragen.