Denn das Gute liegt so nah. Über positive Nebeneffekte des Konsums regionaler Produkte.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 11. September 2019 (03:17)

Die Apfelernte im Burgenland ist voll im Gang. Und obwohl die Qualität der heurigen Äpfel durchaus zufriedenstellend ist, gibt es doch einiges, woran die Obstbauproduzenten zu knabbern haben. Das zeigt auch die Tatsache, dass die Zahl der Betriebe in den vergangenen Jahren immer weniger geworden ist. Was den Obstbauern zu schaffen macht, sind einerseits die immer unberechenbareren Wetterkapriolen und damit verbunden die Erträge und zu erzielenden Preise, andererseits auch die Tatsache, dass der Konsum von Äpfel in den vergangenen Jahrzehnten drastisch gesunken ist.

Lag dieser laut Obstbauverband in den 80er-Jahren noch bei rund 30 Kilogramm pro Kopf im Jahr so sind es heute nur mehr 19,5 Kilogramm. Grund dafür ist, dass der Apfel heute viel größere Konkurrenz hat als annodazumal. Waren es früher nur Äpfel und Birnen, die es im Winter gegeben hat, so steht heutzutage im Supermarkt zu jeder Jahreszeit jedwedes Obst zur Verfügung.

In Zeiten, wo der Klimawandel bestimmendes Thema ist, kann man auch durch bewusstes Konsumverhalten seinen Beitrag fürs Klima und damit gleichzeitig für Wertschöpfung in der Region leisten. Denn das Gute liegt oft so nah.