Echtes Kunststück erforderlich. Über das B62-Lkw-Fahrverbot am Prüfstand.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 24. Dezember 2019 (03:23)

Das Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen auf der B62, das von den Anrainergemeinden über Jahre hinweg gefordert wurde, ist gerade einmal knapp über ein Monat in Kraft, schon sorgt es wieder für Aufregung. So herrscht nun in den Anrainergemeinden Sorge darüber, dass das Lkw-Fahrverbot durch eine Erweiterung der Ausnahmeregelung „aufgeweicht“ werden könnte.

Tatsächlich beschäftigt derzeit eine Eingabe der Wirtschaftskammer die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf bzw. die von ihr beauftragten Gutachter. Dem Vernehmen nach soll es um ein Unternehmen aus dem Nordburgenland mit einem Standort im Raum Kapuvar gehen, das nun aufgrund des B62-Fahrverbots einen Umweg rund um den Neusiedler See in Kauf nehmen muss. Um diesem die Nutzung der B62 künftig wieder zu ermöglichen, wäre wohl eine Ausweitung der Ausnahmeregelung für den Ziel- und Quellverkehr notwendig. Grundsätzlich sind sowohl der Wunsch des Unternehmens als auch die skeptische Einstellung aus den Anrainergemeinden dem gegenüber, verständlich. Das so zu lösen, dass dabei keine Seite auf der Strecke bleibt, wird wohl ein echtes Kunststück.